Antigymnastik – Mit sanfter Bewegung zurück zur Balance

Um zu einer ausgeglichenen Körperstatik zu gelangen, müssen Muskeln nicht unbedingt nur gestärkt werden. Wird die Rückenmuskulatur durch kleinste Bewegungen gedehnt und entspannt, sind erstaunliche Auswirkungen auf den ganzen Körper zu beobachten. Antigymnastik sorgt als Heilgymnastik für mehr Beweglichkeit und Vitalität, baut Stress ab und hilft dabei, die innere Mitte wiederzufinden.

 „In diesem Augenblick befindet sich genau dort, wo Sie sind, ein Haus, das Ihren Namen trägt. Sie sind der Alleinbesitzer, aber Sie haben vor langer Zeit die Schlüssel dazu verloren. Dieses Haus, das Ihre verborgenen, verdrängten Erinnerungen beherbergt, ist Ihr Körper.“ So schreibt die französische Physiotherapeutin Thérèse Bertherat, Gründerin der Körperarbeit Antigymnastik, in ihrem Buch „Der entspannte Körper“ bereits in den 1970er-Jahren. Ein faszinierendes Werk, das in 15 Sprachen übersetzt wurde und einer der ersten Ratgeber über die „Arbeit mit dem Körper“ war. Darin stellt die Autorin die Verbindung der physischen Ebene des Menschen mit seiner geistigen und emotionalen Ebene vor, also ein ganzheitliches Konzept: Das Wort, die Reflexion und der Ausdruck der Gefühle haben bei der Antigymnastik den gleichen Stellenwert wie die Übungen. Die Bezeichnung Antigymnastik entstand aus der Idee heraus, dem Körper eine andere Aufmerksamkeit zu geben, als bis dahin üblich: Statt ein einseitiges Krafttraining im Fitnesscenter zu absolvieren, geht es bei der Antigymnastik darum, die Impulse der Muskeln von innen heraus zu erkennen, zu leben und zu entwickeln. „Anti“ ist also als Gegenpol zur herkömmlichen Gymnastik zu verstehen. Die Übungen sind keine mechanischen Wiederholungen von Bewegungen, sondern man hört auf die Intelligenz seines Körpers. Kleine langsame Bewegungen auszuführen – präzise und manchmal kaum wahrnehmbar – und jeden einzelnen Muskel aufzuwecken, vom größten bis hin zum kleinsten: Wie funktioniert das eigentlich?

 

•    Den vollständigen Beitrag können Sie im Januarheft 2017 lesen.

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