Ein Fest für die Sinne – Gesundes Backen mit Urgetreide

Brot, Brötchen und andere Backwaren haben nach wie vor einen hohen Stellenwert in der westlichen Ernährung. Schaut man jedoch kritisch auf die Inhaltsstoffe, so wird schnell klar, dass die weizenbasierte Ernährung dem Körper langfristig eher schadet als nutzt. Eine echte Alternative stellen hierzu die vielfach unbekannten Urgetreide dar. Das Backen in der Vorweihnachtszeit ist eine gute Gelegenheit, Emmer, Einkorn und Co. auszuprobieren.

 Immer mehr Menschen reagieren empfindlich auf Weizenprodukte. Nicht wenige leiden sogar an Weizenallergien oder an einer sogenannten Pseudoallergie, die zwar nicht nachweisbar ist, aber dennoch Beschwerden bereitet.

Müdigkeit, Blähungen, Schmerzen und Durchfall gehören für diese Personengruppe fast schon zur Tagesordnung. Die Ursache ist in der veränderten Glutenstruktur und einem höheren Glutengehalt zu suchen. Moderner Weizen ist so intensiv gekreuzt und gezüchtet worden, dass er dem Getreide von vor 100 Jahren nur noch entfernt ähnelt. Während die Urgetreidesorten noch eine Anzahl von 14 bis 28 Chromosomenpaaren besitzen, so sind es beim heutigen Weizen 42 Chromosomenpaare – damit ist er in seiner Struktur für den menschlichen Organismus wesentlich komplexer. Dass dies den Körper vor eine größere Herausforderung stellt, dürfte einleuchten. Langfristig führt hoher Weizenkonsum selbst bei Menschen ohne Allergiebereitschaft zu gesundheitlichen Problemen wie beispielsweise Gewichtszunahme, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.*

 Eine gesunde Alternative, gerade auch für gemütliche Backstunden in der Adventszeit, bietet Urgetreide. Auch Menschen mit Reizdarmsyndrom profitieren von einem Umstieg auf die alten Kornsorten, wie eine Studie aus dem Jahr 2014 offenbarte. So konnten sich die Probanden nach dem langfristigen Genuss von Urgetreide nicht nur über einen Rückgang ihrer Symptome freuen, sondern wiesen auch eine deutlich geringere Anzahl an Zytokinen auf. Hierbei handelt es sich um körpereigene Eiweiße, die bei Kontakt mit beispielsweise dem Weizenallergen eine Entzündungsreaktion im Körper auslösen. Nach nur wenigen Wochen waren die Zytokin-Werte um fast 40 Prozent gesunken.

 

•    Den vollständigen Beitrag können Sie im Dezemberheft 2016 lesen.

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