Mesotherapie: Mit feinen Nadeln Schmerzen lindern

Ein wenig bekanntes Heilverfahren, das bei einer Vielzahl akuter und chronischer Beschwerden zum Einsatz kommen kann, ist die Mesotherapie. Dabei werden verschiedene Methoden aus Schulmedizin und Naturheilkunde wie Neuraltherapie, Akupunktur und Arzneimitteltherapie miteinander kombiniert und fließen effektiv ineinander. Durch individuelle Wirkstoff-Mischungen und präzise gesetzte Injektionen kann die Heilwirkung schnell und dauerhaft erfolgen.

 Sie ist zwar ein minimaler Eingriff, und doch wirkt sie sanft und nahezu ohne Nebenwirkungen – die Mesotherapie. Das Wort „Meso“ (griechisch: Mitte) leitet sich dabei von einer bestimmten Phase der menschlichen Entwicklung ab: Das mittlere Keimblatt, das sogenannte Mesoderm, bildet sich in der dritten Entwicklungswoche beim Embryo. Aus diesem entwickeln sich viele Körperstrukturen, vor allem aber die Haut und das Bindegewebe. Und genau hier setzt die Mesotherapie an. Allopathische, pflanzliche und homöopathisch potenzierte Arzneimittel, Vitamine und Mineralstoffe werden gezielt in bestimmte Hautschichten gespritzt. Von den Injektionsorten aus dringen die Wirkstoffe wiederum in tieferliegende Strukturen wie Muskeln und Gelenke vor.

 Die große Kunst in der Anwendung der Mesotherapie liegt nun darin, jedem Patienten eine individuell abgestimmte Kombination von Wirkstoffen zu verabreichen. Dabei werden viele Miniinjektionen in einer Linie dicht nebeneinander gesetzt – wie eine Perlenschnur. Nur wenige Tropfen, insgesamt nicht mehr als zwei Milliliter, werden so auf ein großes Hautareal verteilt.

 Doch nicht nur das, „was“ injiziert wird, ist von großer Bedeutung in der Mesotherapie, auch „wohin“ die Nadel gesetzt wird, ist entscheidend, denn die Einstiche erfolgen präzise in bestimmte Reaktions- und Akupunkturpunkte. Diese Stiche sorgen für viele kleine Reize im Körper, die die Abwehrkräfte anregen, die Durchblutung des Gewebes und damit auch die Sauerstoffversorgung verbessern sowie das Bindegewebe und jede einzelne Hautzelle stimulieren. Der Körper reagiert auf die kleinen Einstiche, indem er körpereigene Schmerzstiller (Endorphine) und entzündungshemmende Stoffe ausschüttet.

 

•    Den vollständigen Beitrag können Sie im Dezemberheft 2016 lesen.

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