Zauber der Berührung – Sehnsucht nach echter Nähe

Der Mensch ist ein Kuscheltier, das seine wichtigsten Botschaften nicht durch Sprache, sondern durch Berührungen vermittelt. Über 20 Millionen Sinneszellen in unserer Haut senden überlebenswichtige Signale an unser Gehirn: „Du bist geliebt, du bist geborgen, du bist lebendig.“ Mit jeder sanften Berührung schüttet das menschliche Gehirn den Botenstoff Oxytocin aus. Und dieser schützt uns vor krankmachendem Stress, stärkt unser Immunsystem und lässt uns Glück empfinden.

Die Sehnsucht nach Berührung ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Ein Baby, das nicht berührt, nicht umarmt, nicht gehalten wird – verkümmert schnell oder stirbt schlimmstenfalls. Unsere körperliche, geistige und soziale Entwicklung ist ohne Berührungsreize undenkbar. Die Botschaft vom Leben kann nur über körperliche Stimulation Eingang in unser Bewusstsein finden. Fehlt diese Botschaft, verliert das Leben selbst seinen Sinn. Ein Mensch, der in seiner Kindheit einen elementaren Mangel an körperlicher Zuwendung erlebt hat, wird sein Leben lang die Sehnsucht danach verspüren und dennoch Mühe haben, echte Nähe zuzulassen.

Warum Berührungen für den Menschen so wichtig sind wie das tägliche Brot, zeigt Dr. Martin Grunwald, Psychologe und Leiter des Haptik-Forschungslabors am Paul-Flechsig-Institut für Hirnforschung an der Universität Leipzig, in einem Gespräch mit Annette Lübbers.

 

•    Den vollständigen Beitrag können Sie im Novemberheft 2013 lesen.

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