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Rote Bete zur Vitalisierung in den kalten Wintermonaten

Ihr blutroter Saft ist es vermutlich gewesen, der dem Menschen schon vor langer Zeit suggerierte, Urkräfte müssten bei der roten Bete am Werke sein. Kräfte, die den Körper erneuern, vitalisieren und blutbildend wirken.
Inzwischen ist die Wissenschaft der Sache auf den Grund gegangen. Dabei stellte sich heraus, dass die Volksmedizin nicht Unrecht hat, wenn sie die aus dem Mittelmeerraum stammende Rote Bete zur Stärkung und als Aufbaumittel empfiehlt.

Rote Bete enthält eine Fülle von Mineralstoffen und Spurenelementen wie Natrium, Kalium, Phosphor, Calcium, Magnesium, Fluor, Chrom, Kupfer, Zink und Mangan, das die Enzymtätigkeit aktiviert, aber entgegen der verbreiteten Meinung, Rote Bete sei sehr eisenhaltig, nur 0,9 mg Eisen (Tagesbedarf: 10 – 15 mg). Auch die Vitamine A, C und B sind nur in geringen Mengen vorhanden. Mit einer Ausnahme: Folsäure, das zu den B-Vitaminen zählt, enthält die Frucht reichlich. Folsäure ist wichtig für die Zellneubildung und zur Blutbildung. Zusammen mit Eisen und Kupfer kann sie zumindest die Blutbildung anregen.
Weitere wichtige Inhaltsstoffe der Roten Bete sind Betain, das Leber und Galle aktiviert und antibakteriell wirkt, und Betanidin, das die Gefäße stärkt. Dazu kommen Sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide und Phenolsäure, die vor Infektionen schützen und die Krebsentstehung hemmen können.
Insgesamt haben Rote Rüben einen positiven Einfluss auf den Zellstoffwechsel und die Immunabwehr. Sie steigern die Zellaktivität und werden empfohlen bei degenerativen Zellerkrankungen (Tumore) und als Regenerationshilfe. Außerdem wird den Roten Beten eine entschlackende, stoffwechselanregende und verjüngende Wirkung nachgesagt.

Wegen des hohen Nitratgehalts der konventionell angebauten Feldfrüchte sollten Rote Rüben aus biologischem Anbau bevorzugt werden.
Die Rübe schmeckt sowohl roh als auch gekocht. Für Salate muss man sie schälen. Wenn sie gekocht werden, darf man das Gemüse auf keinen Fall vorher schälen, sonst würden die Knollen „ausbluten“. Nach dem Kochen die Rüben kalt abschrecken und eventuell abziehen.

Rohe Rote Bete schmeckt gut mit Äpfeln, Chicorée und Sauerkraut. Auch Säfte lassen sich daraus pressen. Gekochte Rote Bete eignet sich für Suppen (z. B. Borschtsch), Gemüsegerichte und pikante Salate.
In einigen deutschen Familien ist es noch Tradition, an Silvester den „Roten Herings-Salat“ mit Roter Bete zu essen – am besten von der Großmutter mitgebracht. Denn angeblich bringen Heringe Glück! Und so lautet das originale Hamburger Rezept für zehn Personen mit den obligatorischen sieben Zutaten, denn auch die Zahl Sieben ist eine Glückszahl:

– Zutaten: 12 Matjesfilets; 250 g aromatische Äpfel (Cox Orange); 200 g gekochte Rote Bete; 150 g Bratenaufschnitt (Kalb oder Rind); 250 g Senf- oder Salzgurken; 2 Zwiebeln; 2 – 4 hartgekochte Eier.

– Zubereitung: Matjesfilets in Mineralwasser 2 Stunden wässern, abtropfen und würfeln; alle übrigen Zutaten außer die Eier würfeln und mit den Matjes gut vermischen. Für die Salatsoße 2 EL Rotweinessig, 8 EL Öl und 3 EL feingehackte Kapern cremig rühren und mit Salz, Pfeffer, Zucker und Senf abschmecken. Den Salat nun ein paar Stunden kalt stellen, damit alles gut durchziehen kann. Kurz vor dem Servieren die feingehackten hartgekochten Eier zusammen mit gehackter Petersilie über den Salat streuen. Wer will, kann der Salatsoße auch Joghurt-Mayonnaise zugeben, dann wird der Geschmack etwas lieblicher. Auch kann man die Matjesfilets zur Hälfte durch sauren Hering ersetzen, das ist Geschmacksache!

I.A.

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