Amygdala – Schlüssel zur Überwindung von chronischem Stress

Ein kleiner Kern in der Mitte unseres Gehirns, die Amygdala, spielt eine entscheidende Rolle bei der Wiedererkennung von Gefahren und bei den damit verbundenen Emotionen. Die Beruhigung der Amygdala bietet Heilungschancen bei chronischem Stress, Ängsten, Depressionen und posttraumatischen Belastungsstörungen.

 Die Amygdala (Corpus amygdaloideum) – wegen ihrer Größe auch als Mandelkern bezeichnet – zählt zum Kerngebiet des Gehirns. Sie befindet sich unmittelbar vor dem Hippocampus (Ammonshorn) und ist paarig angeordnet. Als Teil des Limbischen Systems handelt es sich bei der Amygdala um einen während der Entwicklung unseres Gehirns sehr früh entstandenen Bereich, der uns mit seinen Urinstinkten das Überleben sicherte. Die Amygdala besteht aus mehreren Untereinheiten, die man grob in zwei größere funktionelle Bereiche einteilen kann: Ein Teil steht mit dem Riechkolben in der Nase (dem olfaktorischen System) in Verbindung, der andere (corticomediale) Teil sendet Nervenimpulse in den Hypothalamus (Teil des Zwischenhirns) und beeinflusst damit sowohl die Freisetzung von Stresshormonen als auch das vegetative Nervensystem. Vom Hypothalamus wiederum werden Signale an die Amygdala zurückgesendet. Somit ist der Mandelkern eine zentrale Verarbeitungsstation für von außen kommende Impulse und deren vegetative Auswirkungen.

 

•    Den vollständigen Beitrag können Sie im Novemberheft 2015 lesen.

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