Auf der Welle reiten

Manchmal zweifeln Eltern daran, dass sie ihrer Erziehungsaufgabe gerecht werden und ihre Kinder auf angemessene Weise ins Leben begleiten können. Hier gilt Flexibilität und nicht Kontrolle – und sich immer wieder neu auf eine Situation einzulassen. Gehen wir mit dem, was ist, können wir auf das, was der gegenwärtige Moment verlangt, adäquat reagieren.

 Die Metapher des Surfens, die der amerikanische buddhistische Meditationslehrer Jack Kornfield eingeführt hat, beschreibt den Alltag von Eltern besonders treffend. Wer kennt das nicht: Geht es uns gut, sind wir innerlich im Gleichgewicht, dann gestaltet sich auch das Leben mit unseren Kindern leichter und harmonischer, und selbst höhere Wellen können wir normalerweise elegant nehmen, ohne herunterzufallen. Wir wissen auch, wann wir eine Pause brauchen oder eine Stärkung. Geht es uns dagegen schlecht, sind wir gestresst, ungeduldig oder in Gedanken woanders, dann übersehen wir leicht die herannahenden Wellen, die uns zur Gefahr werden können – und schon liegen wir im Wasser und kritisieren uns womöglich noch dafür, was für erbärmliche Surfer wir sind. In einer anderen Variante schieben wir es auf die Wellen (bzw. die Kinder oder überhaupt die anderen), weil sie einfach nicht so sind, wie sie sein sollen.

 

• Den vollständigen Beitrag können Sie im Septemberheft 2019 lesen.

Kommentare

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld