Biografiearbeit: Der rote Faden unseres Lebens

Biografien sind oft der Schlüssel zum Verständnis großer Persönlichkeiten. Aber auch wir selbst profitieren, wenn wir unser Leben von allen Seiten betrachten. Denn das Aufschreiben unserer Lebensgeschichte hat eine heilsame Wirkung und vermittelt Halt, Orientierung und eine Sinnhaftigkeit des Lebens.

 Jeder Mensch kennt Augenblicke, in denen er seinen roten Faden aus den Augen verloren hat. Oder Momente, in denen er sich nicht mehr sicher ist, ob er noch auf dem richtigen Weg ist oder wo die Reise hingehen soll. Hier setzt die anthroposophische Biografiearbeit an: Indem wir unseren lebensgeschichtlichen Weg aufschreiben, führen wir uns wieder vor Augen, wie uns der große Fluss des Lebens geformt hat. Das gibt uns die Möglichkeit, uns selbst neu kennenzulernen und unsere Vergangenheit zu reflektieren. Zugleich nutzen wir das Schreiben, um unsere Gedanken zu sortieren und Klarheit über das, was war, und das, was ist, zu erhalten.

Während des Schreibprozesses erfahren wir auch, wie wir aus dieser Erfahrung heraus unser Leben weiter gestalten und in eine neue Form bringen können. Der Schreibende entwickelt eine fragende und offene Haltung der eigenen Biografie gegenüber und kann dadurch Zusammenhänge bewusst empfinden, verstehen und anerkennen. Indem wir die Verbindung zu uns selbst neu knüpfen, nehmen wir unseren Lebensfaden wieder auf und können ihm weiter folgen. Dies schafft die Grundlage für ein freieres Gestalten der eigenen Zukunft.

 

•    Den vollständigen Beitrag können Sie im Juliheft 2017 lesen.

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