Brennpunkt Blase – Entzündungen natürlich behandeln

Es sticht, es brennt, es tröpfelt. Wer einmal Bekanntschaft mit einer Blasenentzündung gemacht hat, weiß, wie unangenehm und schmerzhaft diese Infektion sein kann. In manchen Fällen sind Antibiotika leider unvermeidlich, doch unkomplizierte Harnwegsentzündungen lassen sich auch gut mit sanften Alternativen behandeln.

 Immer sofort die nasse Bikinihose wechseln! Wer im Sommer diesem geläufigen Ratschlag nicht folgt, muss oft dafür büßen: Kaum ist die Badesaison eröffnet, leiden Mädchen und Frauen bis ins hohe Alter öfter an Blasenentzündungen. Das liegt unter anderem daran, dass einer der kleinen, aber gewichtigen Unterschiede zwischen Mann und Frau in der Länge der Harnröhre besteht. Bei Frauen ist dieser unterste Teil des Harntraktes nur zweieinhalb bis vier Zentimeter lang, bei Männern etwa 20 Zentimeter. Bakterien haben daher leichtes Spiel, die weibliche Harnröhre bis in die Harnblase hochzuwandern und in diesem muskulösen Hohlorgan eine Entzündung hervorzurufen (Zystitis).

Begünstigend für eine Blaseninfektion ist auch die anatomische Nähe von Darmausgang, Scheide und Harnröhrenausgang. Fäkalkeime wie Escherichia-coli-Bakterien, die in 90 Prozent der Fälle verantwortlich sind für die Blasenentzündung, können mühelos von der Haut um den After ihren Weg in die Scheide und die Harnröhre nach oben bis zur Blase finden – es handelt sich dann um eine Schmierinfektion. Diese Keime können auch über Geschlechtsverkehr aufsteigen oder über einen verunreinigten Blasenkatheter eingeschleppt werden. Entwickelt sich die Blasenentzündung wiederholt aufgrund verstärkter sexueller Aktivitäten, sprechen Mediziner von einer „Honeymoon-Zystitis“. 

 

• Den vollständigen Beitrag können Sie im Juliheft 2018 lesen.

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