Chronopharmakologie – Arzneimittel-Einnahme nach der biologischen Uhr

Solange es kein elektrisches Licht gab, musste der Mensch mit dem Wechsel von Sonnenlicht und Dunkelheit den Alltag bewerkstelligen. Aus diesem Grund entwickelte sich während der Evolution ein typischer Biorhythmus mit einem Leistungshoch tagsüber und nächtlicher Ausruhphase. Sämtliche Regelkreise, Organe und Gewebe des Körpers funktionieren nach diesem rhythmischen Prinzip. Richten wir uns nach unserer biologischen Uhr, können wir für die Einnahme von Medikamenten, naturheilkundlichen Arzneien und Nahrungsergänzungsmitteln den günstigsten Zeitpunkt wählen - und auf diese Weise nicht nur ihre Wirksamkeit erhöhen, sondern auch mögliche Nebenwirkungen reduzieren.

 Mikroorganismen, Pflanzen, Tiere und Menschen - sie alle leben unter der Herrschaft der Sonne. Ihr Licht bestimmt den Biorhythmus der Lebewesen, der in Abhängigkeit von der Erdrotation auf 24 Stunden eingestellt ist. Dieser 24-Stunden-Takt regelt unsere gesamten Körperfunktionen und Organe, man nennt ihn "zirkadianen" Rhythmus. Das moderne Wissen um die zeitliche Organisation der natürlichen Prozesse in unserem Körper fußt auf einer relativ jungen Disziplin in der Forschung, die als Chronobiologie bezeichnet wird - erste Experimente dazu fanden allerdings schon im 18. Jahrhundert statt.

• Den vollständigen Beitrag können Sie im Aprilheft 2020 lesen.

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