Das Erbe Rudolf Steiners – 2. Teil: Anthroposophische Medizin

Die Anthroposophische Medizin geht auf das Erbe Rudolf Steiners zurück. Sie versteht sich nicht als Gegenmodell zur Schulmedizin, sondern als ganzheitliche Erweiterung, die den Menschen als komplexes Wesen mit seinen körperlichen, seelischen und geistigen Dimensionen sieht.

Was Rudolf Steiner (1861–1924) so außergewöhnlich macht, ist wohl die Tatsache, dass er seine umfangreichen Erkenntnisse immer auf alle Bereiche des Lebens übertrug. So auch auf den medizinischen Bereich. Erstmals konkret in die Praxis umgesetzt wurde die Anthroposophische Medizin durch die Ärztin Maria Ita Wegman (1876–1943), die in Arlesheim in der Schweiz 1921 die erste anthroposophische Klinik der Welt gründete; sie pflegte und betreute Steiner bis zu seinem Tode und gab zusammen mit ihm, gewissermaßen von seinem Sterbebett aus, das Grundlagenwerk zur Anthroposophischen Medizin heraus mit dem Titel „Grundlegendes für eine Erweiterung der Heilkunst“.

Ita Wegman
entwickelte ein Mistelpräparat gegen Krebsleiden und war auch maßgeblich an der Gründung des klinisch-therapeutischen Institutes Arlesheim AG beteiligt, aus der Unternehmen wie die heutige Weleda AG und die Wala-Heilmittel GmbH hervorgingen.

Wer nun zum ersten Mal mit der Anthroposophischen Medizin in Berührung kommt, mag leicht den Eindruck gewinnen, es handle sich um eine komplette Alternativbewegung zur Schulmedizin, ja, vielleicht sogar um eine Art Gegenbewegung. Das ist jedoch ein Trugschluss. Die Anthroposophische Medizin sieht sich nicht als Alternative zur Schulmedizin, sondern als eine Ergänzung – sie will komplettieren und erweitern.

 

•    Den vollständigen Beitrag können Sie im Novemberheft 2011 lesen.

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