Die Milchmittel in der Homöopathie

Innerhalb der Klassischen Homöopathie bilden die aus der Muttermilch des Menschen und unterschiedlicher Säugetiere gewonnenen Arzneimittel eine eigene Gruppe. Die Muttermilch steht für körperliche und seelische Nahrung, für Wärme, Nähe und Fürsorge. So haben alle Milchmittel eines gemeinsam: den Schutz eines verletzlichen, abhängigen Wesens und seine Entwicklung zu garantieren.

Die Milchmittel, auch Lacs (aus dem Lateinischen: Milch) genannt, werden alle aus Muttermilch gewonnen, sowohl aus der des Menschen als auch der eines Säugetiers. Selbst wenn die einzelnen Milchsorten, die sogenannten Milchen, in Bezug auf ihre Zusammensetzung gewisse Unterschiede aufweisen, so besteht doch eine 90-prozentige Übereinstimmung ihrer Inhaltsstoffe und deren Verhältnisse zueinander. Dies ist jedoch bei Weitem nicht die einzige Gemeinsamkeit – dienen sie doch alle dem Zweck, ein verletzliches, abhängiges, schutzloses Neugeborenes zu nähren und seine Entwicklung zu fördern.

Die ersten Milchmittel wurden Mitte des 19. Jahrhunderts durch den amerikanischen Arzt Dr. Samuel Swan (1814–1893) in die Homöopathie eingeführt. Zur Erinnerung: Dr. Samuel Hahnemann, der Begründer der Homöopathie, lebte von 1755 bis 1843. Sein Standardwerk, das „Organon der Heilkunst“, entstand im Jahr 1810. Zu den ersten geprüften Milchmitteln zählten Hundemilch, Kuhmilch, entrahmte Kuhmilch, Sahne aus Kuhmilch und Katzenmilch. Der renommierte amerikanische Homöopath und Nachfolger Hahnemanns Dr. James Tyler Kent schrieb 1880 über die Milchmittel: „Milch ist das Hauptnahrungsmittel im Frühstadium der Entwicklung des menschlichen und tierischen Lebens, und damit besteht eine enge Beziehung zu unserem innersten Wesen.“ Nach Kents Tod (1916) wurden lange Zeit keine neuen Milchmittel mehr geprüft. Erst in jüngster Zeit – nach einem fast hundertjährigen Schlaf –  ist das Interesse an ihnen wieder erwacht.

 

   •    Den vollständigen Beitrag können Sie im Augustheft 2011 lesen.

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