Die Thymusdrüse – Kleines Organ für eine starke Abwehr

Im Thymus wird die „Privatarmee“ zur Abwehr von Krankheiten schon im frühen Kindesalter aufgebaut. Sie steht dann jederzeit bereit, um in den Körper eindringende Krankheitserreger, wie Bakterien, Viren, Pilze oder auch Gifte, rasch und sicher zu vernichten.

Die Thymusdrüse (die deutsche Bezeichnung dafür ist Bries) wird auch als das Gehirn der körpereigenen Abwehr bezeichnet. Bei der Geburt ist sie sogar das größte Organ des Lymphsystems. Milz und Lymphknoten sind dagegen zu diesem Zeitpunkt noch wenig entwickelt. Voll ausgebildet erreicht sie im Kindesalter ein Gewicht von bis zu 40 Gramm und liegt hinter dem Brustbein auf dem oberen Herzbeutel. Im Verlauf der Kindheit und Pubertät bildet sich die Thymusdrüse langsam aber stetig immer weiter zurück. So verfügt ein 50-Jähriger nur noch über 20 Prozent ihrer Menge im Vergleich zur Pubertät. Bis zum 70. Lebensjahr hat die Thymusdrüse ihre Arbeit fast völlig eingestellt und wird von funktionslosen Fettzellen ersetzt. Im höheren Alter ist sie bis auf kleine Zellreste kaum noch nachweisbar.

Dennoch spielt sie im Laufe des gesamten Lebens eine wichtige Rolle bei der Immunabwehr. Insbesondere die Lymphozyten, die eine bedeutsame Funktion in der Abwehr von Infektionskrankheiten haben, erhalten durch die Thymusdrüse ihre Prägung. Denn in der Thymusdrüse „lernen“ die T-Lymphozyten zwischen körpereigenen und fremden Zellen zu unterscheiden. Außerdem gibt der Thymus Hormone ab – das Thymopoetin I und II und das Thymosin, die auch als Thymusfaktoren bezeichnet werden. Sie steuern die Reifung der Immunzellen in den Lymphknoten. Mediziner vermuten, dass ein Mangel an Thymusfaktoren zu immunologischen Störungen führen kann.

 

•    Den vollständigen Beitrag können Sie im Septemberheft 2011 lesen.

 

Kommentare

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld