DMSO – Therapeutikum gegen Entzündungen und Schmerzen

DMSO ist eine farblose Lösung, die aus Holz gewonnen wird und seit ihrer Entdeckung schon vielen Menschen gegen Schmerzen und Entzündungen geholfen hat. Als offiziellem Heilmittel ist DMSO die Anerkennung bislang verwehrt geblieben – trotzdem gilt es für viele als verkannte Universalmedizin, die insbesondere bei Beschwerden des Bewegungsapparats rasche Besserung ermöglicht.

 DMSO ist das Kürzel für die natürliche Schwefelverbindung Dimethylsulfoxid, die bereits 1866 von dem russischen Chemiker Dr. Alexander Michailowitsch Saizew entdeckt wurde. Als Heilmittel spielt die Substanz jedoch erst seit den 1960er-Jahren eine Rolle. Per Zufall fand der amerikanische Chirurg Dr. Stanley Jacob von der Oregon Health & Science University 1961 heraus, dass die farblose Flüssigkeit die Fähigkeit besitzt, schnell und tief in die Haut einzudringen, ohne dass sie dabei das Gewebe schädigt. Die Wirkstoffe gelangen rasch in die Blutbahn und mit dem Blut wiederum an den Ort, an dem sie ihre Arbeit verrichten sollen. Mit dieser Erkenntnis von Stanley Jacobs fing das Für und Wider von DMSO als Heilmittel an. Obwohl Forscher und Wissenschaftler die erstaunlich vielseitige therapeutische Wirkung schon vor mehr als 60 Jahren nachweisen konnten und es weltweit Tausende wissenschaftliche Publikationen gibt, blieb dem DMSO der Durchbruch verwehrt. Denn es gab in den 1960-er Jahren auch einige klinische Tests, die die Erwartungen an die Substanz widerlegten und beispielsweise zur Beeinträchtigung der Augenlinsen und Kurzsichtigkeit bei drei Tierarten führten. Bei Menschen und anderen Tierspezies jedoch traten diese Folgen niemals auf. Trotzdem wurde 1965 DMSO sowohl in den USA als auch in Deutschland als Arzneimittel nach kurzer Einführung wieder vom Markt genommen und nur sehr zögerlich von den Behörden wieder eingeführt. Heute wird medizinisch vor allem seine enorme Kraft als Einschleuser von Wirkstoffen in den Körper genutzt.

 

• Den vollständigen Beitrag können Sie im Februarheft 2020 lesen.

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