Dunkelfeld-Mikroskopie – Was ein Tropfen Blut erzählt

Lebendig oder eher dickflüssig und lahm? Eine vieler Fragen, wenn im Dunkelfeld nach Prof. Dr. Günther Enderlein das Geheimnis eines Bluttropfens gelüftet wird und damit die Struktur und Funktion von rund 5 Millionen roten und etwa 5.000 weißen Blutkörperchen und weiteren Blutbestandteilen sichtbar werden. Veränderungen ihrer Größe, Gestalt, Anordnung oder Aktivität geben u. a. Einblick in die aktuelle Nähr- und Sauerstoffversorgung sowie in die Stärke der Körperabwehr und in etwaige Belastung mit Erregern oder Umweltgiften – Informationen, die vor allem bei anscheinend unerklärlichen Beschwerden wertvolle Hinweise über deren Ursachen geben wie auch für die gezielte Behandlung und Gesundheitsvorsorge.

 Es arbeitet wie ein mächtiges Verkehrsnetz, das Frachten von einem Ort zum nächsten transportiert, alles miteinander verbindet und so das Leben aufrechterhält: unser Blut. Wie eine innere Straßenbahn bringt es „lebensnotwendige Passagiere“ wie Vitamine, Mineralien, Hormone und Sauerstoff in unsere 100 Billionen Körperzellen (das ist eine 1 mit 14 Nullen!). Umgekehrt transportiert das Blut einen Großteil entstehender Stoffwechselendprodukte wie Kohlenstoffdioxid auch wieder ab und leitet sie zu den jeweiligen Ausscheidungsorganen. 5 bis 6 Liter Blut fließen im menschlichen Körper, und jeder Bestandteil hat eine bestimmte Aufgabe wie etwa Wärmeregulation, Abwehr von Krankheitserregern oder Blutstillung. All das geschieht innerhalb eines gigantischen Netzwerkes auf ca. 100.000 km. Die Gesamtlänge aller Blutgefäße reicht damit sage und schreibe rund 2- bis 3-mal um die Erde, und nur wenige Bereiche wie Haare oder die Knorpelmatrix der Gelenke werden nur indirekt mit all den lebensnotwendigen Nährstoffen versorgt, die das Blut unermüdlich mit einer Geschwindigkeit von etwa 4 km/h durch den Organismus schleust.

 

• Den vollständigen Beitrag können Sie im Septemberheft 2020 lesen.

Kommentare

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld