Eigenharntherapie – Ein altes Gesundheitsgeheimnis

Urin gilt seit Jahrhunderten als ganz besonderer Saft, der mehr ist als ein Abfallprodukt des Körpers. Befürworter der Eigenharntherapie loben den Morgenurin – äußerlich aber auch innerlich angewendet – als perfekte Medizin bei einer Vielzahl unterschiedlicher Beschwerden.

 Schon vor Jahrtausenden wurde Urin als wertvolles Heilmittel angewandt und war Bestandteil der Volksmedizin. Damals diente er Medizinern und Heilern vor allem als diagnostisches Mittel und gab wichtige Aufschlüsse über Krankheiten und Lebensgewohnheiten der Menschen. Auch der griechische Arzt Hippokrates (460 – 375 v. Chr.) nutzte Urin bereits zur Diagnosestellung und als Therapeutikum. Im Mittelalter galt die Harnschau dann gar als wichtigstes diagnostisches Instrument zur Beurteilung des Gesundheitszustandes eines Patienten. Der Kranke ging zum Medicus (Medizinkundigen) und brachte seinen Morgenurin in einem Gefäß mit – dem sogenannten Uringlas oder Urinal. Der Harnbeschauer prüfte den Urin auf Dichte, Farbe, Geruch und Sediment. Früher kostete der Medicus sogar vom Urin: Schmeckte dieser süßlich wie Honig, so war dies ein Hinweis auf Zucker (Glukose), der bei Diabetes nicht verstoffwechselt und über die Nieren ausgeschieden wird. „Diabetes mellitus“ heißt deshalb übersetzt „honigsüßer Durchfluss“.

 

•    Den vollständigen Beitrag können Sie im Maiheft 2017 lesen.

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