Energiespender Dattel – Das Brot aus der Wüste

Datteln sind ein uraltes Kulturgut, voller Geschichten und wertvoller Nährstoffe – und lecker sind sie auch noch. Die neue Ernte erreicht uns Ende November.

 Eine Dattel zu essen, ist ein Vergnügen – wie Sex. Natürlich kann man gierig sein, sie hinunterschlingen. Doch wer sich Zeit nimmt, dem eröffnet sich ein Geschmack wie aus Tausendundeiner Nacht. Eine ideale Dattel ist trocken, aber saftig, sie glänzt und klebt ein wenig. Zunächst sollte man sie im Mund hin- und herrollen, anschließend den Kern herauslösen, dann kann man sich ganz der Frucht widmen. Dafür braucht es nur die Zunge. Sie reicht, um die dünne Schale zu zerdrücken. Das Fleisch schmilzt förmlich, ist samtig und zart. Warm fühlt es sich an. Eine Dattel riecht nicht, aber wenn sie sich im Mund verteilt, entfaltet sie eine schwere Süße – ein wenig wie Honig, aber nicht alles überdeckend. Schließlich füllt der Geschmack den ganzen Kopf aus, um sich dann leise davon zu stehlen. Für einen Augenblick ist die Welt ganz weit weg. Kein Wunder also, dass Datteln als natürliches Aphrodisiakum gelten.

 

• Den vollständigen Beitrag können Sie im Novemberheft 2017 lesen.

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