Energiewende – Im Wettlauf mit der Klimakrise

Dass die Energiewende kommen wird, daran besteht kein Zweifel mehr. Und spätestens seit den verheerenden Hochwasserfluten im Sommer 2021 ist klar: Wir brauchen zudem mehr Tempo bei der Umstellung unseres Energiesystems. Bleibt die Frage, wie der Übergang zur Energiewelt von morgen bestmöglich gestaltet werden kann. Volker Quaschning, Professor für Regenerative Energiesysteme an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin und Mitbegründer der „Scientists for Future“, setzt sich seit mehr als 20 Jahren mit viel Enthusiasmus für den Aufbau einer nachhaltigen Energieversorgung ein. NATUR & HEILEN hat sich mit dem Energie-Experten über die Klimakrise, das Potenzial erneuerbarer Energien in Deutschland und die Vorteile einer grünen Energieversorgung unterhalten.

 Herr Prof. Quaschning, im Frühjahr 2021 hat das Bundesverfassungsgericht geurteilt, dass das deutsche Klimaschutzgesetz in Teilen verfassungswidrig sei. Tenor: Der Staat müsse künftige Generationen besser schützen und dürfe Klimaschutz-Maßnahmen nicht unnötig in die Zukunft verlagern. Daraufhin wurde im Eiltempo nachgebessert: Die Rede ist u. a. von Klimaneutralität bis zum Jahr 2045. Sind Sie zuversichtlich, dass es mit dem Klimaschutz jetzt endlich vorangeht?

(Lacht) Jein. Die Regierungsparteien haben natürlich versucht, das Thema aus dem Wahlkampf zu bekommen, und an einer Stelle nachgebessert, wo man noch nicht wirklich Farbe bekennen muss. Denn einfach nur dahinzuschreiben, dass wir 5 Jahre früher klimaneutral sein müssen – dadurch, dass es auf dem Papier steht, passiert das ja noch nicht. Das heißt: Jetzt müsste man auch entsprechende Maßnahmen dazu beschließen. Und da liegt noch wenig Konkretes auf dem Tisch.

 

• Den vollständigen Beitrag können Sie im Oktoberheft 2021 lesen.

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