Gedanken als Medizin – Die Macht des Geistes

Geist und Körper sind eng miteinander verzahnt. Unsere Gedanken sind so mächtig, dass sie nicht nur unsere Gemütszustände beeinflussen, sondern auch die physiologischen Abläufe in unserem Organismus steuern und verändern können. Verstehen wir, wie Gedanken wirken, können wir sie ganz gezielt als Medizin einsetzen. Anne Devillard sprach für NATUR & HEILEN mit Dr. Marcus Täuber, Neurobiologe und Buchautor, darüber, wie man mit den Erkenntnissen der Hirnforschung die mentale Selbstheilung aktivieren kann.

 Interview mit Dr. Marcus Täuber

Herr Dr. Täuber, Sie sind promovierter Neurobiologe und beschäftigen sich seit Jahren mit Hirnforschung und dem Einfluss des Geistes auf den Körper. Der Titel Ihres neuen Buches, „Gedanken als Medizin“, ist Programm! Welches Konzept steht dahinter?

Ich habe jahrelang über die Neurobiologie der Angst geforscht und mich im Zuge meiner wissenschaftlichen Arbeit gefragt, wie unser Gehirn unseren Körper und unser Verhalten steuert und welchen Nutzen wir daraus ziehen können. Kopf und Körper sind aufs Engste miteinander verwoben. Was wir denken, wirkt auf Immunabwehr, Entzündungsreaktionen, Hormonhaushalt und Muskelspannung. Im Prinzip kann man Gedanken in „entspannend“ oder „stressend“ unterteilen und so positive von negativen Gedanken unterscheiden. In meinem Buch gehe ich aber einen Schritt weiter: Selbst der Inhalt unserer Gedanken kann die Physiologie unseres Körpers steuern und verändern. Das ist die große Sensation aus der Hirnforschung. Das bedeutet, dass wir unsere Gedanken ganz gezielt als Medizin einsetzen können – zur Heilung psychischer Störungen, aber auch bei chronischen Erkrankungen wie Schmerzen, Allergien, Rückenschmerzen, Migräne, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs.

 

• Den vollständigen Beitrag können Sie im Juliheft 2020 lesen.

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