Cannabis als Medizin (2. Teil) – Hanf heute: Das unterschätzte Heil- und Nahrungsmittel

Die Renaissance des im 20. Jahrhundert so verunglimpften Hanfs lässt hoffen, dass die Legalisierung der Pflanze mit ihren wertvollen heilenden Inhaltsstoffen schnell voranschreitet, um möglichst umfassend für alle jene zugänglich zu sein, die unter schweren Krankheiten und Schmerzzuständen leiden.

 Vom Rausch- zum Arzneimittel

Das Umdenken beginnt

Nachdem es mittlerweile viele Befürworter auch unter den Ärzten gibt, die ein Umdenken in der Debatte um Cannabis für medizinische Zwecke fordern, hat nun auch die Politik reagiert: Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe plant, den Einsatz von Cannabis als Schmerzmittel zu erleichtern. Eine Gesetzesvorlage ist in Arbeit und lässt auf eine Kostenerstattung durch die Kassen hoffen. Diese Entwicklung ist zu begrüßen, denn viele Patienten, die dringend auf Cannabispräparate, wie Dronabinol, Nabilon oder Sativex, angewiesen sind, haben es immer noch schwer, sich „in der Praxis“ damit behandeln zu lassen. Denn auch unter der Ärzteschaft hat sich noch nicht ausreichend herumgesprochen, dass Cannabis-Präparate verordnet werden dürfen. Nicht nur, dass es sich für viele schwerstkranke Patienten als äußerst aufwändig und schwierig gestaltet, Cannabis-Arzneien oder Medizinalhanf verschrieben zu bekommen, es kommen zudem die enormen Kosten hinzu, die bislang nicht von den Krankenkassen übernommen werden. Dabei können sich die monatlichen Ausgaben auf 300 bis 400 Euro und mehr belaufen. Es sollte also möglich sein, schwerkranken – und nicht vermögenden – Menschen, denen erwiesenermaßen kein anderes Medikament hilft, die legitime Chance auf eine alternative Behandlungsmethode zu gewährleisten.

 

•    Den vollständigen Beitrag können Sie im Februarheft 2016 lesen.

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