Hightech-Pflanzen aus dem Labor – Gentechnik zur Rettung der Landwirtschaft?

Klimawandel, Insektensterben, weltweites Bevölkerungswachstum – die Landwirtschaft der Zukunft steht vor großen Herausforderungen. Schnelle Lösungen verspricht die Welt der Biotech-Labore: Molekulargenetische Züchtungsmethoden, auch als „Genscheren“ bekannt, sollen klimaangepasste Pflanzen liefern, die weniger Pestizide benötigen und die Erträge maximieren. Doch um den Anbau und die Vermarktung solcher Pflanzen in Europa zu erleichtern, müsste das europäische Gentechnikrecht geändert werden. Kritiker warnen vor unvorhersehbaren Folgen: für den Verbraucher, die Umwelt – und den Saatgutmarkt.

 Deutschland im Hitzesommer 2018. Tiefe Trockenrisse durchziehen die Ackerböden, verdorrte Weizenflächen grenzen an gelbbraune Wiesen und Weideflächen. Die Getreideernte ist um fast ein Viertel eingebrochen, und auch Kartoffeln, Zuckerrüben und Tierfutteranbau leiden unter der extremen Trockenheit. Bundesagrarministerin Julia Klöckner spricht von einem „Witterungsereignis nationalen Ausmaßes“ und sichert betroffenen Landwirten staatliche Nothilfen in Höhe von rund 340 Millionen Euro zu. Zwar fällt der Folgesommer etwas gemäßigter aus, doch auch 2019 kämpfen etliche Regionen wieder mit Hitze, Trockenheit und Ernteschäden. Und nicht nur die Landwirte machen sich Sorgen. In ganz Europa formieren sich Bürgerbewegungen: gegen die Klimakrise, aber auch gegen den Einsatz von Pestiziden; gegen das Insekten- und Artensterben und gegen nährstoffverarmte Böden. Ein „Weiter so“ in der Landwirtschaft scheint kaum noch möglich – angesichts der Vielzahl an Problemen.

 

• Den vollständigen Beitrag können Sie im Augustheft 2020 lesen.

Kommentare

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld