Hildegard von Bingen – Sanftes Fasten mit der Kraft der Natur

Nicht nur der Körper soll von Giftstoffen und Schlacken befreit werden, auch Seele und Geist tut es gut, Verzicht zu üben, um die Wahrnehmung zu schärfen und sich zu zentrieren, schrieb die weise Benediktinerin Hildegard von Bingen. Von großer Bedeutung dabei ist die Natur. Die Grünkraft stärkt Körper und Seele, bringt unsere Gedanken in Bewegung und trägt dazu bei, gewohnte Pfade zu verlassen und neue Wege zu beschreiten.

 In nahezu allen Kulturen und Religionen gehört die Tradition des Fastens ganz selbstverständlich in den Jahresablauf. Heute wird jedoch weniger aus religiösen Gründen gefastet, sondern vor allem, um der Gesundheit etwas Gutes zu tun oder um sich eine Auszeit vom Alltag zu nehmen. Dabei ist Fasten viel mehr als Verzicht – es ist eine Befreiung vom Überfluss, der unsere Zeit bestimmt. Wir haben von allem genug, trotzdem wird uns stets suggeriert, wir bräuchten noch mehr oder es gäbe eine bessere Alternative. Die große Auswahl erscheint zunächst verlockend, führt jedoch meist zu Überforderung. Zudem vergleichen wir uns ständig mit anderen und spüren dabei nicht selten einen Mangel – das lässt uns hetzen, um mitzuhalten. Wir leben in Fülle – und fühlen uns doch innerlich leer. Wenn wir uns durch das Fasten freiwillig beschränken, kann die Qual der Wahl, dieses „Zuviel“, in wohltuende Genügsamkeit verwandelt werden. Und wir spüren: Wir können zufrieden sein mit dem, was ist.

 

• Den vollständigen Beitrag können Sie im Aprilheft 2019 lesen.

Kommentare

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld