Homöopathie in der Schusslinie – Antwort an die Kritiker

Schlechte Zeiten für die Homöopathie: Nachdem die französische Regierung im Juli 2019 entschieden hat, die Kostenerstattung für homöopathische Arzneien bis 2021 stufenweise abzuschaffen, ist hierzulande erneut eine heftige Debatte rund um das Thema Homöopathie entbrannt. Jetzt fordert die Kassenärztliche Bundesvereinigung auch für Deutschland ein Verbot der Rückerstattung homöopathischer Leistungen. Als Hauptgrund wird nach wie vor die wissenschaftliche Nichtnachweisbarkeit der Wirksamkeit homöopathischer Arzneien angeführt. Doch was sind eigentlich die zwei Hauptargumente, welche die Kritiker gegen die Homöopathie anführen? Sie kritisch zu beleuchten, auf ihre Stichhaltigkeit hin zu überprüfen und eventuelle  Fehler aufzudecken, hat sich Rolf Hinderer, stellvertretender Präsident des Deutschen Verbandes für Homöopathie und Lebenspflege, Hahnemannia, in diesem Beitrag vorgenommen – der Versuch einer Antwort.

 Neun Monate lang hat die Transparenzkommission der Obersten Gesundheitsbehörde in Frankreich (Haute Autorité de Santé/ HAS) fast 1.200 homöopathische Arzneimittel auf ihre Wirksamkeit hin untersucht. Nach einer eingehenden Evaluierung aller Daten ist sie zu dem Schluss gekommen, die weitere Erstattung von Homöopathika sei nicht zu rechtfertigen. Es gebe keinerlei Hinweise auf eine Wirksamkeit bei den 24 untersuchten Symptomen bzw. Krankheiten wie u. a. Kopfschmerzen/Migräne, Asthma, Infektionen der Atemwege, allergischer Rhinitis, Durchfall, Erkrankungen des Bewegungsapparates, postoperativen Schmerzen, Schlafstörungen, Angstzuständen und Depressionen. In Frankreich wurden homöopathische Arzneien bisher zu 30 % von der nationalen Krankenversicherung erstattet. Im kommenden Jahr sollen nur noch 15 % übernommen werden, bis die Kostenerstattung ab 2021 dann ganz wegfällt – für die Hersteller homöopathischer Mittel und ihre Anhänger eine derbe Niederlage. Boiron, der größte Hersteller homöopathischer Produkte, hatte mit Weleda und dem Laboratoire Lehning zuvor eine Unterschriftenaktion initiiert, bei der sich 1,2 Millionen Franzosen für den Erhalt der Kassenerstattung ausgesprochen hatten.

 

• Den vollständigen Beitrag können Sie im Oktoberheft 2019 lesen.

Kommentare

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld