Hopfen & Malz – Bier und seine Heilkraft

Bier macht gesund: Das wussten schon die alten Griechen und erklärten den beliebten Gerstentrunk zur Medizin – was er über die Jahrhunderte hinweg bis heute auch blieb. Neue Studien belegen viele gesundheitsfördernde Eigenschaften: Bier – in Maßen getrunken – soll das Immunsystem stärken, das Herz schützen und das Risiko für Diabetes senken.

 Unsere Großmütter und Urgroßmütter wussten sich in vielen Lebenslagen mit einem probaten Hausmittel zu helfen. Eine Erkältung war im Anmarsch? Warmes Bier mit Honig trinken, ordentlich schwitzen, tief schlafen und am nächsten Tag wie neugeboren aufwachen. Das klappte fast immer. Die aufgeheizte Bier-Honig-Mischung bewährte sich flächendeckend auch als zuverlässige Einschlafhilfe. Die Frisur wollte nicht halten? Ein Gläschen Bier bewirkte mehr als jeder teure Haarfestiger.

Bekannt ist das Bier vermutlich seit etwa 10.000 Jahren, als die Menschen in China begannen, Getreide zu sammeln und entdeckten, dass ein Getreidebrei nach ein paar Tagen anfängt zu gären. Wenig Wasser machte aus dem Getreide ein Brot, gab man mehr Wasser dazu, entstand eine Art Ur-Bier. Eine frühe schriftliche Quelle zum Bier entdeckte der US-Amerikaner Samuel Noah Kramer: Eine Tontafel aus Nippur, die etwa aus dem Jahre 2100 v. Chr. stammt, erwähnt Bier im Zusammenhang mit medizinischen Verschreibungen.

Wie bei Rumpelstilzchen – „Heute back’ ich, morgen brau’ ich“ – werden Brot und Bier seit Jahrhunderten in einem Atemzug genannt. Doch ein altes deutsches Sprichwort geht da noch weiter: „Wo ein Brauhaus steht, braucht es kein Backhaus“. Denn seit dem Mittelalter trotzten Mönche der Entkräftung durch heftigen Zuspruch zum Gerstensaft, denn „Flüssiges bricht Fasten nicht“. Mit drei bis fünf Maß Bier sollen die runden Bierbäuche der Mönche täglich genährt worden sein. Die Braukünste und -genüsse hinter Klostermauern sind legendär, und auch Hildegard von Bingen empfahl „Man trinke Bier“, denn sie hatte beobachtet, dass es „die Regeneration fördert und den Leib kräftigt“ sowie den Schwermütigen neuen Mut schenkte.

 

•    Den vollständigen Beitrag können Sie im Augustheft 2016 lesen.

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