Ingwer & Muskatnuss – Wärmende Gewürze aus dem Garten Eden

In der kalten Jahreszeit sind wir mehr als sonst auf Mittel angewiesen, die das körperliche und seelische Wohlbefinden steigern und uns von innen wärmen. In den Aufzeichnungen der Äbtissin Hildegard von Bingen findet man dazu wertvolle Hinweise.

 Die Ingwerwurzel wird in Asien seit über drei Jahrtausenden hoch geschätzt. In China zählte Ingwer einst neben Ginseng, Goji-Beeren und Knoblauch zu den sogenannten „Königsgewächsen“, die aufgrund ihrer Wunderwirkung nur den obersten Herrschern vorbehalten waren. Durch die Reisen der Kreuzritter ab dem 11. Jahrhundert hielten exotische Gewürze auf dem europäischen Kontinent Einzug – in den Kochtöpfen wie in der Medizin. So machten hiesige Heilkundige erstmals Bekanntschaft mit dem goldgelben Rhizom von Zingiber officinalis. Die circa 60 Zentimeter hohe, schilfartige Pflanze wächst in ihrer Heimat auf fruchtbaren Böden und braucht viel Feuchtigkeit. Der nach zehn Monaten zu erntende Wurzelstock enthält zwei bis drei Prozent ätherische Öle und fünf bis acht Prozent Scharf- und Bitterstoffe. Beim Aufschneiden verströmt Ingwer ein warmwürziges Aroma, er schmeckt scharf aromatisch mit blumig-zitronenartigem Beigeschmack. Eine Pflanze „wie aus dem Garten Eden“, so meinten die Menschen des Mittelalters.

 

•    Den vollständigen Beitrag können Sie im Februarheft 2015 lesen.

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