Junge Menschen auf Sinnsuche – Erwachsenwerden in einer unreifen Gesellschaft

Gewalt an den Schulen, Drogen, Komasaufen – unsere Jugend versucht, ihre Orientierungslosigkeit und den Mangel an erkennbarem Lebenssinn mit Verweigerung, Apathie oder Mutproben zu kompensieren. Dieser Hunger nach Sinn und Visionen bedarf dringend der Hilfe und des Einfühlungsvermögens reifer Erwachsener. Eine Möglichkeit sind Übergangsrituale, die den Eintritt in das Erwachsenendasein ermöglichen: Viele Jugendliche erleben sich dadurch neu und übernehmen Verantwortung für ihr Leben.„Achtköpfige Schlägerbande prügelte sich nachts durch Nürnberg. Sie zogen durch die Stadt und schlugen wahllos auf Passanten ein …“ (SZ vom 01./02./03.10.2012)

„Mit Vollrausch ins schöne Wochenende. Saufen bis zur Besinnungslosigkeit. Die Polizei sieht im exzessiven Alkoholkonsum vieler Jugendlichen eine Hauptursache für die Zunahme von Straftaten.“ (SZ vom 15.03.2010)

„Zwei Freunde warten um Mitternacht auf die S-Bahn. Sie wandern erst auf den Gleisen umher, dann klettert einer der beiden auf einen Oberleitungsmast. Dort löst er einen Lichtbogen aus und stirbt.“ (SZ vom 16.07.2012)

Diese Aufzählung von Vorfällen könnte fast beliebig fortgesetzt werden. Seit vielen Jahren beobachte ich eine Reihe ähnlicher und anderer Phänomene heutiger Jugendlicher in unserer Gesellschaft. Sie bereiten mir Sorgen, und wir als Eltern, Psychologen, Lehrer, Sozialpädagogen und Bildungspolitiker finden bisher anscheinend keine richtigen Antworten auf ihre Handlungen, als da sind: Gefährliche Mutproben, häufiges Koma-Saufen, Vandalismus, Gewaltexzesse bis hin zum Amoklauf, Computer- und Drogensucht, extremes Piercing und Tätowieren, Ritzen, häufige Schulabbrüche und orientierungsloses „Herumhängen“ über Jahre hinweg bis hin zur Depression.

 

•    Den vollständigen Beitrag können Sie im Maiheft 2013 lesen.

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