Mehr Weite, Ruhe und Kraft – Heilsames Atmen

Es ist weit mehr als nur Luft holen: Wie wir atmen spiegelt unmittelbar wider, wie es uns geht – seelisch ebenso wie körperlich. Ob wir glücklich oder gestresst sind, uns wohlfühlen oder krank sind, all das lässt sich an der Art des Ein- und Ausatmens erkennen. So ist auch in allen östlichen Gesundheitslehren die Atmung von entscheidender Bedeutung. Doch während dort zum Atmen angeleitet wird, hat sich bei uns eine Therapieform entwickelt, die den Luftstrom nicht steuern will. Vielmehr soll uns das freie Atmen wieder in Verbindung mit uns selbst bringen und so zu mehr Bewusstheit und gleichzeitig innerer Ruhe und Gelassenheit beitragen.

 Einfach atmen. Ja, das stimmt: Wir atmen „einfach“ circa 20.000-mal am Tag und meist ohne darüber nachzudenken. Erst wenn Störungen im Atemfluss auftreten, wird uns plötzlich die existenzielle Bedeutung des Atems bewusst, denn er ist nichts Geringeres als die Schnittstelle zwischen Leben und Tod. In allen Schöpfungsgeschichten der verschiedenen Religionen spielt der Atem eine große Rolle. Nach der christlichen Lehre haucht Gott dem aus Lehm geformten Adam den Atem ein und damit das Leben (1.Mose 2,7). Nach hebräischer Auffassung steigt nach dem Tod der Atem, dort Neschama genannt, zu den göttlichen Quellen auf. In der Sprache der Offenbarung gibt sich der Geist Gottes als Wind oder Hauch zu erkennen. Wind und Luft tragen uns die Wellen des Klanges zu. Die Luft ist unser Lebenshauch und wir brauchen sie, um sprechen und hören zu können. 

 

• Den vollständigen Beitrag können Sie im Februarheft 2019 lesen.

Kommentare

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld