Microkinesi – Das Leben zwischen den Händen spüren

Die Zeit heilt alle Wunden, sagt der Volksmund. Doch mitunter bleibt von Verletzungen, Krankheiten oder schweren psychischen Belastungen etwas zurück, und eine vollständige Genesung will nicht gelingen. Die nicht komplett auskurierten Blessuren werden im Gewebe gespeichert und lassen sich wie Narben von den geübten Händen eines Microkinesi-Therapeuten erfühlen. Mithilfe sanfter Impulse werden sie so stimuliert, dass der Körper seine Selbstheilungskräfte entfaltet und die betroffene Körperregion wieder integriert werden kann.

 Die Selbstheilungskräfte unseres Körpers sind enorm. Mit kleinen und auch größeren Belastungen können wir normalerweise im Alltag gut umgehen. Doch manchmal können Infektionen, Verletzungen, negative Umweltfaktoren oder emotionale Überlastungen zu viel für den Organismus werden. Summieren sich die Überforderungen, läuft der innere Motor allmählich unrunder, und das komplexe System Mensch befindet sich in einer Stresssituation. Nichts geht mehr, alles, was jetzt noch hinzukommt, ist zu viel – der Körper schaltet auf Schonprogramm. In diesem Modus konzentriert sich das knappe Gut Energie auf die wichtigsten Funktionen wie Herzschlag und Atmung. Gleichzeitig werden Muskel-, Nerven- und Gewebeaktivität heruntergefahren. In gesundem Zustand schwingt alles in uns – eine rhythmische Bewegung, die alle Bereiche durchdringt. In der Phase der Überforderung hingegen finden in manch eingeschränkten Arealen des Körpers überhaupt keine Mikrobewegungen mehr statt. Microkinesi-Therapeuten sprechen in diesem Fall von einer Erstarrung. Der Sparmodus führt zu einem fehlenden vitalen Rhythmus im Gewebe. Die Kompensation dieser „unlebendigen“ Körperregionen kostet Energie und hat ein inneres Ungleichgewicht zur Folge, das Therapeuten als Einschränkung bezeichnen – eine treffende Umschreibung, kann doch der Körper nur noch mit halber Kraft seine Aufgaben im Alltag erfüllen. Oft bleiben die Bemühungen des Körpers lange Zeit (fast) unbemerkt. Man gewöhnt sich zudem an unspezifische Symptome wie beispielsweise Müdigkeit oder leichte Schmerzen.

 

• Den vollständigen Beitrag können Sie im Novemberheft 2020 lesen.

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