Mindesthaltbarkeitsdatum – Wie ernst sollte man es nehmen?

Leider kommt es immer mal wieder vor: Man nimmt einen Becher Joghurt aus dem Kühlschrank oder Brot aus der Verpackung und stellt fest, dass das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist. Sollte man solche Produkte nun direkt entsorgen, oder kann man sie noch essen und damit der Lebensmittelverschwendung im Haushalt einen Riegel vorschieben?

 Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) ist kein Verfallsdatum – es ist vielmehr eine Garantie des Herstellers dafür, dass ein Produkt bis zu diesem Datum einwandfrei ist. Das bedeutet, dass das ungeöffnete Lebensmittel bei intakter Verpackung und durchgehend richtiger Lagerung seine spezifischen Eigenschaften wie Geruch, Geschmack und Nährwert beibehält. Doch was vielen Verbrauchern nicht bewusst ist: Auch wenn das MHD bereits abgelaufen ist, ist ein Nahrungsmittel nicht automatisch schlecht. Es darf sogar weiterhin verkauft werden! Ist die Verpackung unversehrt und hat man das Lebensmittel richtig gelagert, kann man es meist noch bedenkenlos genießen – insbesondere, da manche Hersteller das MHD vorsichtshalber auf ein sehr frühes Datum festlegen. Auch Milchprodukte aus dem Kühlschrank, deren MHD abgelaufen ist, sind noch lange nicht ungenießbar. Allerdings ist man hier auf seinen gesunden Menschenverstand angewiesen: Sieht man Schimmel, sollte man das entsprechende Lebensmittel auf jeden Fall entsorgen. Auch wenn Nahrungsmittel unangenehm riechen, säuerlich schmecken oder auf der Zunge prickeln, sind sie nicht mehr einwandfrei. In vielen Fällen wird man jedoch feststellen, dass die Produkte – auch nach abgelaufenem MHD – noch absolut in Ordnung sind.

 

• Den vollständigen Beitrag können Sie im Märzheft 2021 lesen.

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