Mitgefühl erlernen – In den Mokassins eines anderen gehen

In der Tradition vieler Indianerstämme und deren Schamanen gibt es eine Methode, Empathie für das Wesen eines Menschen zu erlernen. Wer „in den Schuhen eines anderen geht“, macht sich den Erfahrungsbereich dieses Menschen zugänglich. Erst dann versteht er das Einwirken des Lebens in seiner Gesamtheit auf die jeweilige Person, und warum sie sich so verhält.

 Um die Beschwerden oder Probleme eines Stammesmitgliedes nachvollziehen zu können, nutzen nordamerikanische Schamanen eine traditionelle Technik: Sie lassen ihn gehen, wie er sonst auch zu gehen pflegt. Dabei geht der Schamane Schritt für Schritt hinter dem Ratsuchenden her und achtet penibel darauf, was er tut, wie er sich bewegt, wohin er seine Blicke richtet und so weiter. Durch das Nachahmen der Bewegungen soll es ihm gelingen, die Umwelt so wahrzunehmen, wie sein „Klient“ es tut. Dazu übernimmt er dessen Körperhaltung, seine Geschwindigkeit, sieht dorthin, wo auch der andere hinsieht, bewegt sich so wie er, nimmt wahr, was dieser wahrnimmt.

 

Den vollständigen Beitrag können Sie im Aprilheft 2014 lesen.

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