Naturnah bauen, gesünder wohnen – Besser leben mit Holz, Lehm und Stroh

Das Thema Bauen und Wohnen ist im Zusammenhang mit dem notwendigen Klimaschutz regelmäßig Diskussionsgegenstand in Politik und Gesellschaft. Dichtere, hochgedämmte Gebäudehüllen stehen als Lösung im Vordergrund. Doch mehren sich die Zweifel bei Architekten, Planern und Baubiologen am Sinn bestimmter eingesetzter Dämmstoffe als bestimmende Bau- bzw. Sanierungsmaßnahme. Sie befürchten, dass die Wohngesundheit in derart abgedichteten Häusern auf der Strecke bleibt. Zumal es ernst zu nehmende Alternativen für energieeffizientes und gesundes Bauen und Dämmen gibt.

So stellt sich der umweltinteressierte und verantwortungsbewusste Bürger die bauliche Zukunft vor: Wohngesunde, energiesparende Häuser, gebaut aus nachwachsenden Roh- und bewährten Naturbaustoffen wie Holz, Tonziegeln und Lehm, versorgt durch erneuerbare und emissionsfreie Energien wie Wind, Sonne, Wasser und Erdwärme. Und so könnte es auch sein.

Ökobilanz und Umweltverträglichkeit nicht berücksichtigt

In Wahrheit aber hat der Gesetzgeber mit der Neufassung der Energieeinsparverordnung (EnEV) die Wärmedämmung an die oberste Stelle gesetzt. Diese soll den Verbrauch von Heizenergie entscheidend verringern, was wiederum weniger treibhausrelevante CO2-Emissionen nach sich ziehen soll.

Die Verordnung wird in zwei Stufen in den Jahren 2014 und 2016 umgesetzt werden, Neubauten sollen demnach in Deutschland noch strengere Energiesparstandards erfüllen. Eine Ökobilanzierung sowie eine baubiologische Prüfung der Umweltverträglichkeit der Baumaterialien werden dabei allerdings nicht verlangt. Zudem finden die sogenannte „graue Energie“, die für den Abbau, den Transport und die Verarbeitung der eingesetzten Rohstoffe eingesetzt wird sowie die dabei freigesetzten CO2-Emissionen, keinerlei Beachtung.

 

•    Den vollständigen Beitrag können Sie im Augustheft 2014 lesen.

Kommentare

Donnerstag, 14.08.2014 18:43 | Margit
Ein guter Artikel. Es ist wichtig im Einklang mit der Natur nicht nur nach Außen hin zu leben, sondern auch zu wohnen. Wir selbst wohnen in einem Holzhaus, welches baubiologisch unbedenklich hergestellt wurde, fühlen uns pudelwohl und es ist ein gutes Gefühl. Alle unsere Gäste schlafen stets gut und besuchen uns immer gerne ;-).

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