Neue "Gen-Schere": Ein Bio-Landwirt nimmt Stellung

Die Möglichkeiten, mit der neuen Gentechnik Nutzpflanzen gezielt zu verändern, sind enorm. Trotzdem spricht sich die Biobranche klar gegen ihren Einsatz in der Landwirtschaft aus. NATUR & HEILEN hat sich mit Demeter-Gärtner Julian Jacobs aus Dachau über die Gründe der Ablehnung und die ganzheitliche Philosophie von Demeter unterhalten. Und dabei festgestellt: Letztlich geht es vor allem um eine Frage der Weltanschauung – darum, wie wir das Wesen der Landwirtschaft begreifen.

 NATUR & HEILEN: Herr Jacobs, was verbirgt sich eigentlich hinter der Demeter-Philosophie?

Julian Jacobs: Bei Demeter gehen wir davon aus, dass jeder landwirtschaftliche Hof seine ganz individuelle Situation hat. Es handelt sich nicht nur um eine Hofstelle mit ein paar Äckern, sondern um etwas richtig Lebendiges. Und es gibt verschiedene Bereiche, die wie Organe ineinandergreifen. In der Anthroposophie skizziert man das grob mit vier Qualitäten. Zum einen gibt es die physisch-materiellen Grundlagen, also den Boden. Dann hat man das Lebendige, das in den Pflanzen am stärksten repräsentiert ist – Rudolf Steiner sagt dazu auch das „Ätherische“.

Hinzu kommt noch das Seelische, das vor allem in den Tieren deutlich wird. Es ist zwar auch schon ein bisschen in den Pflanzen enthalten, aber nur ganz leicht angedeutet in der Blüte. Da kommt dieser empfindsame, seelische Bewusstseinsaspekt am ehesten zum Ausdruck. Und der Mensch bringt schließlich noch das Geistige mit, das Denken oder auch Ich-Bewusstsein. Und diese vier Bereiche – Boden, Pflanzen, Tiere und Menschen – gehören zu einem lebendigen Organismus, zur Landwirtschaft dazu.

 

• Den vollständigen Beitrag können Sie im Novemberheft 2018 lesen.

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