Ökologisches Imkern – Damit die Bienen wieder schwärmen

Sie sind unsere kleinsten Haustiere, gleichwohl ist ihre Leistung größer als die aller anderen zusammengenommen: die Bienen. Doch aus den hilfreichen Dienstleistern wurden mehr und mehr Arbeitssklaven einer industrialisierten Landwirtschaft. Kein Wunder, dass Bienenvölker kränkeln und sterben. Ein Plädoyer für eine neue Art der Imkerei.

 Während die Nächte noch kalt und lang sind, beginnt es im Bienenstock bereits zu summen. Die Arbeiterinnen bewegen ihre Flugmuskeln, um es ihrer Königin hübsch warm zu machen. Das ist nötig, denn Majestät muss arbeiten; ab Februar legt sie die Eier für die nächste Generation Honigsammlerinnen. Im März, wenn die Sonne die Luft auf wenigstens zehn Grad erwärmt hat, fliegen die ersten von ihnen aus, um Nektar und Pollen zu suchen. Dann zieht es sie etwa zum herrlich duftenden Seidelbast, in die Kelche der Traubenhyazinthe, oder sie tanzen über Lichtungen voller Buschwindröschen. Vielerorts summt es jedoch nicht mehr. Blumenbeete, Gärten, Wiesen bleiben verwaist.

Die Bienen machen sich rar. Schon seit langem weisen Imker, Obstbauern und Naturschützer auf die Folgen für uns alle hin, sollten sich die fleißigen Insekten verabschieden. Denn wenn die Bienen die Blüten von Obst und Gemüse nicht mehr bestäuben, wird guter Rat vermutlich sehr teuer. Schuld an der Misere ist ein Mix aus Umweltgiften, Krankheiten und einer industrialisierten Landwirtschaft, aber auch die Einstellung der Menschen, die die Bienen – ebenso wie Schweine, Kühe oder Hühner – nur noch als Posten in einer Bilanz, als Produktionsmittel sehen. 

 

• Den vollständigen Beitrag können Sie im Aprilheft 2018 lesen.

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