Palliative Medizin – Sanfte Begleitung statt Isolation

Gibt es den guten Tod? Oder Dinge, die man als Angehöriger für den Sterbenden tun kann, damit dieser gelingt? Dorothea Mihm hat über 30 Jahre lang als Krankenschwester mit Sterbenden gearbeitet und berät heute Schwerkranke, Angehörige und Pflegekräfte. Elisabeth Hussendörfer hat für NATUR & HEILEN mit der Intensiv- und Palliativschwester gesprochen.

 Dorothea Mihm war 10 Jahre als Intensivkrankenschwester und über 20 Jahre als Palliativschwester in einem Palliativhospital und in der ambulanten palliativen Versorgung tätig. Heute leistet sie schwer kranken Menschen und Angehörigen von Sterbenden Beistand. Die Schulung von Pflegekräften, Seelsorgern und ehrenamtlichen Hospizbegleitern ist ein weiteres Tätigkeitsfeld der 62-Jährigen aus Frankfurt am Main.

Interview mit Dorothea Mihm

Frau Mihm, Sie haben Tausende von Menschen sterben sehen. Haben Sie Angst vor dem Tod?

Da würde ich jetzt lügen, wenn ich Nein sagen würde. Angst vor dem Sterben zu haben, ist etwas zutiefst Menschliches, aber wir sollten uns mit dieser Angst auseinandersetzen. Uns den Tod ein Stück weit zum Begleiter machen, statt ihn – wie in unserer Zeit üblich – an den Rand zu drängen, zu tabuisieren. Meine Erfahrung ist, dass die Angst mit dem Sich-Öffnen weniger wird – gerade auch im Sterbeprozess. Menschen, die sich mit dem Tod beschäftigt haben, können leichter gehen.

 

• Den vollständigen Beitrag können Sie im Novemberheft 2020 lesen.

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