Pfeiffersches Drüsenfieber – Die große Müdigkeit

Der Erreger des Pfeifferschen Drüsenfiebers, das Epstein-Barr-Virus, gehört zu den hartnäckigsten seiner Art, da er sehr unterschiedliche Krankheitsausprägungen hervorruft. Diese reichen von einer relativ schnellen und vollständigen Genesung bis hin zu immer wieder aufflackernden oder chronifizierten Formen. All diesen Betroffenen gemein ist, dass sie sich äußerst elend fühlen und keine Therapie wirklich zu greifen scheint. Die Stärkung der Abwehrkräfte kann jedoch das Ruder in Richtung Heilung auch in fortgeschrittenem Stadium herumreißen.

Wenn jugendliche Erwachsene über Müdigkeit, Abgeschlagenheit und starke Halsschmerzen klagen, ist Wachsamkeit geboten. Denn hinter diesen Beschwerden, die wie eine einfache Erkältung mit grippeähnlichen Symptomen aussehen, kann sich durchaus auch das Pfeiffersche Drüsenfieber verbergen. Der Altersgipfel der Erkrankung liegt zwischen 15 und 19 Jahren, ab 30 Jahren liegt die in der medizinischen Fachsprache sogenannte „Durchseuchung“ der Bevölkerung bei fast 100 Prozent: Nahezu jeder Erwachsene besitzt im Blut spezifische Antikörper gegen dieses Virus, hat also irgendwann eine entsprechende Infektion durchgemacht. Das erinnert an das ebenfalls häufige Vorkommen von Herpes-Viren, und tatsächlich stammt das Epstein-Barr-Virus aus der großen Familie dieser Virenart, der auch die Erreger des Herpes labiales, des Herpes genitales, der Windpocken und des Herpes zoster (Gürtelrose) angehören. Benannt wurde das Epstein-Barr-Virus nach seinen beiden Entdeckern, dem Virologen und Pathologen Sir Anthony Epstein und seiner Assistentin Yvonne Barr, die es im Jahre 1964 isolierten.

 

•    Den vollständigen Beitrag können Sie im Januarheft 2014 lesen.

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