Pyrrolurie: Die unterschätzte Stoffwechselstörung

Unser Körper verfügt über ein ausgeklügeltes Entgiftungssystem, mit dessen Hilfe er sich umweltbedingter und körpereigener Gifte entledigen kann. Zwei relativ unbekannte Stoffwechselstörungen erschweren diese Entgiftungsarbeit und ziehen einen eklatanten Mangel an Vitalstoffen nach sich. Die gute Nachricht: Wer um seine Abweichung vom „normalen“ Stoffwechsel weiß, kann mit bestimmten Vitaminen und Mineralstoffen gegensteuern, sodass die Lebensqualität wieder steigt.

 Bei der Stoffwechselstörung mit dem schier unaussprechlichen Namen Kryptopyrrolurie (KPU) handelt es sich um eine Abweichung in der Entgiftungsleistung sogenannter „Pyrrole“ – bestimmte chemische Verbindungen, die unser Körper mit dem Urin ausscheidet und die dort auch nachweisbar sind. Häufig fällt in diesem Zusammenhang auch der Begriff Hämopyrrollactamurie (HPU).

 Bei dieser Störung wird mit dem Urin zwar eine andere chemische Verbindung ausgeschieden und nachgewiesen, Beschwerdebild und Therapie sind bei beiden Stoffwechselstörungen jedoch nahezu identisch, sodass sie auch unter dem Begriff der Pyrrolurie zusammengefasst werden. Eine ältere Bezeichnung ist Malvaria. Die Kryptopyrrolurie wurde 1969 von Carl Curt Pfeiffer am Brain Bio Center in Princeton entdeckt. HPU wurde hingegen erst im Jahr 2000 von einem auf Kryptopyrrolurie spezialisierten Labor in den Niederlanden identifiziert.

 

• Den vollständigen Beitrag können Sie im Septemberheft 2017 lesen.

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