Resilienz - Das Geheimnis der inneren Stärke

Woran liegt es, dass der eine an schwierigen Lebenssituationen zerbricht, während ein anderer sich nicht unterkriegen lässt und sogar gestärkt aus einer Krise hervorgeht? Warum haben einige die Fähigkeit, mit kritischen Situationen, Niederlagen oder traumatischen Ereignissen besser umzugehen als andere?

Das „Spiel“ endete 9:3. Für Juan Roberto Melendez war das genaue Resultat ohnehin zweitrangig. Es ging nicht um ein Football-Ergebnis. Mit diesem 9:3 am 21. Dezember 1984 begann für Juan Roberto Melendez ein 17 Jahre, acht Monate und einen Tag währender Alptraum. 9:3. In diesem Verhältnis urteilte im „Namen des Volkes“ die Jury im US-Bundesstaat Florida, die angetreten war, über den Puertoricaner Juan Roberto Melendez Recht zu sprechen. Sie urteilten – aber Recht sprachen sie nicht. An diesem Tag schloss sich die Tür einer Todeszelle hinter dem damals 33-Jährigen. Der Gedanke an seinen staatlich sanktionierten Tod auf dem elektrischen Stuhl begleitete Melendez durch Tage, Wochen, Monate und Jahre; und die nicht zu beantwortende Frage: Wie hatte es zu seiner Verurteilung kommen können? Erst 17 Jahre später öffnete sich die Todeszelle für den unschuldig Verurteilten. Heute kämpft Juan Roberto Melendez überall auf der Welt gegen die Todesstrafe.

 

• Den vollständigen Beitrag können Sie im Maiheft 2011 lesen.

Kommentare

Freitag, 20.05.2011 11:41 | Franz Josef Neffe
Da könnten sich die Resilienzforscher einmal ganz genau und sorgfältig Émile Coué und die durch seine verlässlichen Erfolge bei allen Lebensproblemen weltberühmt gewordene Autosuggestion anschauen.
Während heute noch alle die Autosuggestion auf eine primitive Mentaltechnik reduzieren, warnte Coué: "Autosuggestion ist ein Werkzeug, das wir schon bei der Geburt besitzen, und ... dieser Kraft wohnt eine unerhörte und unberechenbare Macht inne, die - je nach ihrer Anwendung - sehr gute oder sehr schlechte Wirkungen hervorbringt.
Allein dieser einfach Satz enthält doch schon den Schlüssel für das, was die Resilienzforscher und letztlich wir alle suchen: Die Frage, OB wir uns mit Autosuggestion befassen, stellt sich de facto gar nicht, es geht für uns alle einzig um die Frage, WIE.
Und Coué ist das Muster par excellence, an dessen Leben und Werk man sehr fein die genauen Details der Problemlösung ablesen kann. Ich erforsche Coué + Autosuggestion seit über 35 Jahren und weiß, wovon ich spreche.
Es geht nicht darum, welchen Begriff wir für die Dinge einführen; es geht darum, wie wir mit den entscheidenden Kräften umgehen. Das kann man sehr gut und schnell und gründlich lernen.
Ich grüße freundlich.
Franz Josef Neffe

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