Rituale – Warum Bräuche uns Halt und Geborgenheit geben

Rituale durchziehen unseren Alltag, oft unbemerkt. Sie geben uns Stabilität, Schutz und Halt. Setzt man Rituale bewusst ein, entfalten sie ihre ganze Kraft. Sie können uns verändern und halten das Leben auch bei stärksten Windböen auf Kurs.

 Menschen begehen seit Urzeiten Rituale. Alle Kulturen und Religionen entwickelten Feierlichkeiten, die einem bestimmten Ablauf folgten und für die Gemeinschaft von großer Bedeutung waren. Das Wort „Ritus“, von dem sich das Wort „Ritual“ ableitet, wurde im 17. Jahrhundert aus dem Lateinischen übernommen und heißt übersetzt „religiöser Brauch“ oder „Zeremonie“. Vor allem das Jahresende ist reich an festlichen Ritualen wie St. Martin, Nikolaus und schließlich Weihnachten. Der Duft von Zimt und Anis und die vielen Lichter beflügeln die Sinne. Gerade Familien pflegen dann ihre ganz individuellen Bräuche, manche übernehmen dabei alte Traditionen der Eltern und Großeltern, andere entwickeln neue Rituale.

Das Zuhause wird weihnachtlich dekoriert, man backt Plätzchen und Stollen, singt Lieder und entzündet die Kerzen auf dem Adventskranz. Bis schließlich der Höhepunkt folgt: Der Tannenbaum wird geschmückt, Geschenke werden eingepackt und an Heiligabend an die Lieben verteilt. Gerade in der Weihnachtszeit zeigt sich, wie wichtig und lebendig die alten Rituale in einer modernen Gesellschaft sind. Sie bringen Glanz, Harmonie und ein bisschen Frieden in den Alltag und lassen die Menschen innehalten und näher zusammenrücken. „Im gemeinsamen Tun wie Backen, Schmücken oder Basteln erleben wir ein Wir-Gefühl“, erklärt Lore Galitz, studierte Religionspädagogin und Ritualmeisterin.

 

• Den vollständigen Beitrag können Sie im Novemberheft 2017 lesen.

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