Rückbesinnung: Traditionelle Europäische Medizin – Altes Heilwissen, neu entdeckt

Yoga und Qigong im deutschen Kloster, ayurvedische Massagen im Wellness-Hotel – in den letzten Jahrzehnten versuchten die Europäer, ihre Sehnsucht nach ganzheitlicher Medizin mit asiatischen Heilmethoden zu stillen. Doch im Abendland besinnt man sich allmählich auf die eigene Heiltradition und gräbt viele Schätze wieder aus. Die Traditionelle Europäische Medizin will als beseelte Heilkunst auf Basis der Säftelehre die individuelle Konstitution eines Menschen stärken und seine Selbstheilungskräfte aktivieren.

 Wissenschaftler, Heilpraktiker und Mediziner graben immer mehr Puzzleteile aus, die die Heiltradition Europas wieder aufleben lassen. Diese soll nach modernen Kriterien und Erkenntnissen interpretiert und unserem Leben angepasst werden. Die Traditionelle Europäische Medizin (TEM) nutzt naturheilkundliche Methoden, wie Aderlass, Schröpfen, Humoralpathologie, Klostermedizin, Heilpflanzen nach der Signaturenlehre, Wasseranwendungen und Spezialmassagen aus alten Überlieferungen.

„Die letzten Jahrzehnte war uns Europäern die traditionelle Medizin der alten Chinesen, Inder oder Tibeter präsenter als unsere eigene. Schritt für Schritt sucht Europa nach seinem kulturellen Erbe und seiner Identität. Die Traditionelle Europäische Medizin ist beinahe 3000 Jahre am Krankenbett erfahren und gelebt worden und kann uns heute bedeutende Impulse für die Gesunderhaltung geben. Sie sollte ihren Platz mitten im Leben und Alltag der Bevölkerung einnehmen“, sagt Dr. Karl Steinmetz, Wiener Experte für mittelalterliche Geschichte, Theologe, Philosoph und Autor. Er sieht es als seine Lebensaufgabe, die TEM zu entstauben, neue Elemente zu entdecken und praktizierbar zu machen. Dazu übersetzt er zum Beispiel alte Handschriften und Bücher aus Klosterbibliotheken in verschiedenen Ländern.

 

•    Den vollständigen Beitrag können Sie im Oktoberheft 2014 lesen.

Kommentare

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld