Sehtraining für Kinder – Augenübungen gegen Kurzsichtigkeit

Nahezu jeder Zweite der jetzt 25-Jährigen hierzulande ist kurzsichtig. Das ist eine alarmierende Zahl, denn das Fundament für die Fehlsichtigkeit wird schon viel früher in der Kindheit gelegt. Entsprechend wird seit einigen Jahren auch in den Schulen eine Zunahme der Kurzsichtigkeit beobachtet. Die Vermutung liegt nahe, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen dem immer stärker geforderten Nah-Sehen für Kinder von der 1. Klasse an und der zunehmenden Fehlsichtigkeit. Doch es ist durchaus möglich, Kinder spielerisch so zu fördern, dass die Augen gesund und lebendig bleiben.

 Unsere Schulen sollen sich dem digitalen Wandel anpassen – darüber sind sich alle Parteien einig, und es wird viel Geld dafür bereitgestellt. 3,5 Milliarden sind im Gespräch, um die Umsetzung des digitalen Pakets für Schulen voranzutreiben. Ein Tablet soll für Schüler künftig zur Grundausstattung gehören – und in einigen Schulen ist dies schon Realität. Man erhofft sich dadurch mehr Zeit für den Unterricht und die Möglichkeit individueller Förderung für einzelne Schüler. Selbst in den Grundschulen wird der Einsatz medialer Hilfsmittel diskutiert, zum Teil werden sie auch schon verwendet. Klar ist, dass digitale Medien inzwischen in allen Lebensbereichen ihren Platz gefunden haben – und damit auch im Kinderzimmer angekommen sind. Es gibt fast keine Bereiche mehr ohne Computer, Laptop oder Handy. Dass es dabei ein hohes Suchtpotenzial für Kinder gibt, ist allgemein bekannt. Vor dem Einschlafen noch schnell WhatsApp-Nachrichten verschicken – bis in den Abend hinein werden Kinder in den Sog der virtuellen Welt gezogen. Einen gesunden Umgang mit Handy, Smartphone und PC in Schulen zu trainieren, ist daher sinnvoll und stärkt die Medienkompetenz der Kinder. Die gesundheitliche Gefährdung der Augen rückt jedoch gern in den Hintergrund. Dabei ist inzwischen erwiesen, dass ständiges Nah-Sehen in geschlossenen Räumen die Kurzsichtigkeit fördert. Das Starren auf den Bildschirm ermüdet die Augen. Mit der Zeit lassen sich diese nicht mehr so schnell auf die Ferne einstellen, die Gefahr steigt, dass ein Kind kurzsichtig wird.

 

• Den vollständigen Beitrag können Sie im Septemberheft 2020 lesen.

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