Selbstgemachte Obstsmoothies - Satte hundert Prozent Frucht

Aus Amerika herüberschwappend sind mittlerweile auch bei uns die kleinen Fruchtfläschchen nichts Neues mehr, jeder Supermarkt bietet sie in allen möglichen exotischen Variationen an. Leider halten diese Getränke nicht immer das, was das Etikett werbewirksam verspricht.

Wie so viele Bezeichnungen ist auch „Smoothie“ ein ungeschützter Begriff; jeder Hersteller kann sein Getränk oder seine Mixtur so nennen. Daher lässt der fruchtige Trend „Das Obst im kleinen Fläschchen“ die Kassen tüchtig klingeln, weil dem Verbraucher versichert wird, auf diese einfache und bequeme Weise die empfohlene Tagesmenge an Obst trinken zu können. Auch wenn die Werbung noch so verführerisch klingt, müssen solche Aussagen kritisch hinterfragt werden. Optimalerweise sollte ein gekaufter Smoothie mindestens aus 50 Prozent Früchten bestehen. Er sollte ebenso weder künstliche Aromen, zugesetzten Zucker, Konservierungsstoffe noch andere Zusätze enthalten und nicht aus Fruchtkonzentraten hergestellt sein.

 

Kein Ersatz für Frischobst

Halten industriell hergestellte Smoothies wirklich, was sie versprechen? Diese Frage stellte sich auch die Stiftung Warentest und die Gesellschaft für Ernährung. Laboruntersuchungen ergaben: Industriell hergestellte Obstsmoothies ersetzen auf keinen Fall das täglich zu verzehrende Frischobst. Viele der getesteten Produkte bestanden nur aus Fruchtsaftkonzentraten, die der Sämigkeit halber angedickt waren. Auch wenn sie wegen ihrer Konsistenz den Eindruck erwecken, aus der ganzen pürierten Frucht zu bestehen, bleiben aufgrund der Verarbeitungsmethoden viele Vital- und Ballaststoffe auf der Strecke. Das, was das Obst in seiner Ganzheit wertvoll macht, all die vielen gesunden Substanzen gehen zum Großteil verloren. Zudem – und das mag der gravierendste Vorbehalt sein – werden diese Fruchtgetränke generell erhitzt, weil sie sonst nicht haltbar sind. Bedenkt man darüber hinaus, dass nicht nur durch das Pasteurisieren und Homogenisieren Vitamine verloren gehen, sondern auch durch Lagerung und Lichtverhältnisse im Geschäft, weiß man, weshalb diese Produkte zwar gut schmecken, aber aus gesundheitlicher Sicht niemals an frisches Obst heranreichen.

Weiterhin fehlen den gekauften Smoothies die sekundären Pflanzenstoffe, die Obst und Früchte im Originalzustand auszeichnen. Diese Substanzen befinden sich größtenteils in der Schale und in den Kernen; beides wird aber bei der industriellen Verarbeitung entfernt.

 


    •    Den vollständigen Beitrag können Sie im Juliheft 2011 lesen.

Kommentare

Montag, 03.10.2011 16:11 | Sabine
In unserer Familie gab es diese Smoothies schon vor 50 Jahren, immer alles frisch, was der Garten zu bieten hatte. Allerdings hieß es
"Durchgedrehtes", weil im Mixer zerkleinert!

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