Sich dem Leben öffnen – Seelische Begleitung bei Krebs

Eine Krebsdiagnose löst meist eine Schockreaktion aus und bedeutet höchsten Stress. Die damit verbundene gefühlte Hilflosigkeit ist der große Feind der eigenen Abwehrkräfte. Werden die Betroffenen in der Phase nach der Diagnose, während der Therapie und der Zeit danach durch eine Vertrauensperson begleitet, können sie sich vielleicht zum ersten Mal in ihrem Leben der existenziellen Frage widmen „Was will in mir gelebt werden?“ und sich wieder mit dem ursprünglichen gesunden Teil in sich verbinden.

 Stellen sie sich vor, Sie gehen zu einer Routineuntersuchung. Sie haben sich bis eben noch vollkommen wohlgefühlt und erfahren dort: Sie haben Krebs. Eine solche Situation gehört wohl zu den schlimmsten Erfahrungen, die ein Mensch machen kann.

Das Nicht-fassen-Können ist oft die erste Reaktion auf eine Krebsdiagnose: „Das muss ein Irrtum sein. Ich kann doch nicht gemeint sein.“ Langsam dringt die Gewissheit ins Bewusstsein, und damit kommt sofort die Frage nach der Endlichkeit des Lebens hoch: „Wie lange habe ich noch?“ Oder auch: „Das kann doch nicht alles gewesen sein.“ Blitzartig laufen innere Muster ab, die automatisch auftauchen, wenn man einen Schock wie diesen erlebt. In diesem Augenblick ist ein geschulter Mensch vonnöten, der einem genau zuhört, der einem hilft, diese neue schwere Erfahrung mit alten positiven, ebenso vorhandenen Erfahrungen zu verbinden – einen Menschen, der beim Sich-Erinnern an das eigene Heilsein behilflich ist.

 

•    Den vollständigen Beitrag können Sie im Juniheft 2014 lesen.

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