Teilen statt haben: Meins ist deins – ein neuer Lebensstil

Gebrauchsdinge gemeinsam zu nutzen und zu erhalten war in alten Zeiten selbstverständlich, eine Person allein hätte anders nicht überleben können. In unserer Lebenswelt erscheint das Wir-Denken abgelöst von den materiellen Wünschen jedes Einzelnen. Doch es entwickeln sich unaufhaltsam alternative Besitz- und Konsumformen: Man teilt, tauscht, leiht und verleiht, repariert und verschenkt. Das Motto lautet: nachhaltig nutzen statt besitzen und wegwerfen!

 Man stelle sich folgendes Szenario vor: Die Bohrmaschine streikt. Auf der Website eines Online-Händlers sieht sich der Besitzer aktuelle Modelle an. Er entschließt sich, ein Gerät für circa 400 Euro zu bestellen. Aber anstatt es auf einen Kaufen-Klick hin in den Warenkorb zu legen, öffnet das Programm ein interaktives Fenster mit der Frage: „Wie oft nutzen Sie Ihre Bohrmaschine durchschnittlich pro Jahr?“ Na, drei- bis viermal werden es wohl sein, denkt der Mann und gibt die Zahlen ein. Die Antwort: „Unsere Berater sind der Meinung, dass sich ein Neukauf bei Ihrer Nutzungsfrequenz nicht lohnt. Wir schlagen Ihnen drei andere Möglichkeiten vor: 1.) Wir nennen Ihnen einen Vertragselektriker in der Nähe, der die Maschine reparieren kann. 2.) Sie besuchen das Repair-Café in Ihrer Stadt, das jeden zweiten Samstag stattfindet. 3.) In Ihrer Nachbarschaft hat sich unlängst eine Person als Leihgeber einer Bohrmaschine registrieren lassen. Wählen Sie bitte eine der drei Optionen und wir leiten Ihnen die Kontaktdaten weiter.“

 

•    Den vollständigen Beitrag können Sie im Juliheft 2015 lesen.

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