Tradition im Advent: Früchtebrot – einfach zum Reinbeißen

Das Früchtebrot ist eine der ältesten und gesündesten Arten von Festtagsgebäck überhaupt. Zur Weihnachtszeit findet man die vielfältigsten Varianten in fast allen Supermärkten oder Bäckereien. Doch was uns als Früchtebrot verkauft wird, ist oftmals nur ein Sammelsurium aus Orangeat, Zitronat und geschwefelten Trockenfrüchten. Zudem ist es reich an Emulgatoren und meist auch an unbenannten Gewürzen. Selbermachen heißt hier die Devise.


Auch wenn die Herstellung ein wenig Aufwand bedeutet, so bereichert dieses würzig-saftige Brot doch so manchen gemütlichen Adventskaffee im Kreise lieber Menschen. Mit ein wenig Kreativität lässt sich ein aromatisches Früchtebrot herstellen, welches zudem eine gesunde Alternative zu Plätzchen und Schokolade bietet.

Das Hutzen- oder Kletzenbrot

Die Bezeichnung Hutzen- bzw. Kletzenbrot stammt von den Dörrbirnen, die Hutzen oder Kletzen heißen. Diese wurden früher in der Nachhitze des Backofens für den Winter haltbar gemacht. Früchtebrot ist also ein süßes, dunkles Brot mit eingebackenem Dörrobst.

Seine Entstehung fand im süddeutschen Raum, in Österreich und in Südtirol statt. Das Festtagsgebäck war im Grunde ein herkömmliches Brot, welches die Bäuerin mit dem verfeinerte, was es im Winter im bäuerlichen Haushalt gab: getrocknete Birnen (Hutzen), Pflaumen und Honig. Erst später gelangten durch den wachsenden Fortschritt und auch durch den Import von Südfrüchten weitere Trockenfrüchte hinzu wie Rosinen, Aprikosen, Feigen und Datteln, aber auch Zitronat und Orangeat, die jedoch ursprünglich nicht in ein Früchtebrot gehören. Anfangs wurde das Brot ohne Süßungsmittel gebacken, die Süße stammte damals allein von den Dörrbirnen. Heute kann das Früchtebrot mit Rübenzucker oder Rohrohrzucker sowie mit Gewürzen verfeinert werden. Dabei sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Jeder kann mit den Zutaten experimentieren, wie es ihm gefällt.

 

•    Den vollständigen Beitrag können Sie im Dezemberheft 2011 lesen.

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