Unter ständigem Druck – Tabuthema Reizblase

Die Lebensqualität von Menschen mit einer gereizten Blase ist oft massiv eingeschränkt, da der ständige – auch nächtliche – Drang, zur Toilette zu müssen, sie an die Grenzen ihrer Belastbarkeit führt. Dabei hat die Naturheilkunde einiges zu bieten, das Erleichterung verspricht.

In Deutschland ist etwa jeder Fünfte über 40 Jahre von einer Überaktivität der Harnblase betroffen. Obwohl die Blase noch nicht voll ist, verkrampft sich die Blasenmuskulatur, und man muss zur Toilette gehen – oder verspürt direkt nach dem Toilettengang wieder den Drang. Meistens sind es Frauen, denen der häufige Harndrang zu schaffen macht. Ärzte sprechen vom Reizblasensyndrom, wenn es immer wieder zu Störungen bei der Blasenentleerung kommt, ohne dass direkt ein organischer Befund vorliegt, sie bezeichnen das als „funktionelle Beschwerden“. Der Patient muss häufig Wasser lassen mit kleinen Urinmengen oder hat ein immer wiederkehrendes Druckgefühl in der Blasengegend. Ist der Blasenschließmuskel zu schwach, z. B. nach Geburten, anderen hormonellen Veränderungen oder nach Verletzungen, kommt es beim Lachen, Niesen oder Springen oftmals zu unfreiwilligem Harnabgang (Inkontinenz) oder zu einem Nachträufeln nach dem Toilettengang. Die Beschwerden treten auch nachts auf, rauben dem Patienten den Schlaf und beeinträchtigen tagsüber die Leistungsfähigkeit. Oft verschweigen die Betroffenen ihr Leiden aus Scham, obwohl ihre Symptomatik derart ausgeprägt ist, dass die Teilnahme am öffentlichen Leben erschwert oder sogar unmöglich wird. Daher bleiben etwa zwei Drittel der Patienten unbehandelt.

 

   •    Den vollständigen Beitrag können Sie im Augustheft 2011 lesen.

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