Vegan essen, vegan leben – Zeit für ein Umdenken

Immer mehr Menschen entscheiden, sich rein pflanzlich zu ernähren und auf Tierprodukte in jeder Form zu verzichten. Vegane Ernährung liegt voll im Trend – das zeigt der Boom veganer Kochbücher und Restaurants. Doch vegan zu sein hat mehr als nur mit einer gesunden Ernährungsform zu tun, es entspricht einer Ethik und einer nachhaltigen Lebenseinstellung.

 Ein Deutscher isst im Laufe eines Jahres durchschnittlich rund 58 Kilogramm Fleisch und 217 Eier. Braucht der Mensch so viel? Nein, meinen Mediziner und Ernährungsfachleute. Nein, meinen auch die Anhänger fleischloser Kost, die zunehmend Zuspruch findet. Ob Veganer oder Vegetarier – wer meint, es hier mit kurzlebigen Lifestyle-Trends zu tun zu haben, der irrt: In Europa ist der Vegetarismus zum ersten Mal im 6. Jahrhundert vor Christi Geburt belegt. Auch die frühen Christen waren Pflanzenesser, sie dachten, dass Fleisch zu einer Verunreinigung des Kultes führen könnte. Der Philosoph Seneca (1–65 n. Chr.), der eine vegetarische Bewegung in Rom ins Leben gerufen hatte, begann wieder, Fleisch zu essen – aus Angst, für einen Christen gehalten zu werden. Geht man nach der Bibel, ist die Missachtung jedweden Lebens ein Vorgang, der die eigene Menschenwürde herabsetzt. Denn zum ewigen Bund zwischen Gott und seinen Geschöpfen gehört alles „lebendige Getier“, über das der Mensch zwar herrschen soll – allerdings nach dem Abbild der göttlichen Herrschaft über die Menschen: barmherzig und gut. Auch gesundheitliche Vorbehalte gegenüber dem Verzehr von Tierfleisch gab es bereits. So ist von Basilius dem Großen (329–379 n. Chr.), Kirchenvater und Erzbischof von Cäsarea, überliefert: „Der Leib, der mit Fleischspeisen beschwert wird, wird von Krankheiten heimgesucht, eine mäßige Lebensweise macht ihn gesünder und stärker und schneidet dem Übel die Wurzel ab. Die Dünste der Fleischspeisen verdunkeln das Licht des Geistes.“

 

Den vollständigen Beitrag können Sie im Maiheft 2014 lesen.

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