Veilchen – Heilkräftiger Tausendsassa

Im Frühling säumt das Veilchen Wald- und Wegesränder mit seinem wunderschönen Blau. Der kleine, zartblättrige Frühjahrsblüher wird nicht nur seines lieblichen Duftes wegen geschätzt – er ist ein wahrer Tausendsassa in Sachen Heilkraft. Sein therapeutisches Potenzial reicht von antibakteriell bis schmerzlindernd, als herausragend gilt die Pflanze jedoch in der Volksmedizin bei Krankheiten rund um die Haut.

 Der Frühling kommt, der Himmel lacht, es steht die Welt in Veilchen“ – so besang Theodor Storm die wunderschöne blauviolette Frühlingsbotin im Jahr 1851 in einem Gedicht. Das Wissen um die Heilkraft des zarten Pflänzchens reicht jedoch viel weiter zurück, denn von der Antike bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatte das Veilchen einen festen Platz in der naturheilkundlichen Apotheke. Schon der Arzt und Alchemist Paracelsus (1493–1541), der Botaniker und Arzt Hieronymus Bock (1498–1554) und die berühmte Naturheilkundige und Äbtissin Hildegard von Bingen (1098–1178) schätzten die Heilkraft des lieblichen Veilchens. In der Volksmedizin wurden entweder die frischen Blätter und Blüten benutzt oder das Kraut wurde zur Blütezeit gesammelt, an der Luft getrocknet und zu Tees, Sirup, Saft, Salben oder Tinkturen verarbeitet.

 

• Den vollständigen Beitrag können Sie im Maiheft 2020 lesen.

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