Volkskrankheit Sodbrennen – Heilkräuter statt Säureblocker

Das Feuer aus dem Magen ist nicht nur ein unangenehmes Übel, es kann auch viel Schaden anrichten. Allein in Deutschland schlucken 13 Millionen Patienten sogenannte Säureblocker, um das Problem in den Griff zu bekommen. Doch Experten sehen die flächendeckende „Entsäuerung“ mittlerweile kritisch. Denn letztere birgt nicht nur große Risiken, sondern lässt auch die Ursachen des Sodbrennens unberücksichtigt.

 Unser Magen ist ein fleißiges Organ. Unermüdlich kneten seine Muskeln den Nahrungsbrei, und aus seinen Wänden ergießen sich täglich zwei bis drei Liter Verdauungssaft. Dabei handelt es sich in erster Linie um starke Salzsäure, die nicht nur eiweißspaltende Enzyme aktiviert, sondern als „Ätzmittel“ auch direkt zum Aufspalten der Nahrung beiträgt. Ein derartig saurer Mageninhalt sollte besser nicht in Richtung Speiseröhre und Rachen zurückfließen. Doch vielen Menschen widerfährt genau das: Sie leiden an Sodbrennen – ein Vorgang, der in der Fachsprache auch „Reflux“ genannt wird.

Da die zurückfließende Magensäure die empfindliche Schleimhaut der Speiseröhre reizt, zählen brennende Schmerzen sowie saures Aufstoßen – vor allem beim Bücken, im Liegen und nach dem Essen – zu den unangenehmen Folgen. Jeder Mensch leidet ab und zu an Sodbrennen: Verantwortlich dafür ist meist ein sogenannter Diätfehler, der eine hohe Säureproduktion provoziert – zu schweres Essen, Süßes in Kombination mit Kaffee, ein Glas Wein zu viel ... Wird das brennende Geschehen jedoch chronisch, können Entzündungen in der Speiseröhre entstehen, in seltenen Fällen sogar Speiseröhrenkrebs.

 

•    Den vollständigen Beitrag können Sie im Juliheft 2017 lesen.

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