Waldheilkunde – Was wäre unser Leben ohne Wald?

Der Waldbestand der Erde ist nicht unerschöpflich. Unbegrenzt dagegen scheinen die positiven gesundheitlichen Auswirkungen des Waldes auf unseren Körper, unseren Geist und unsere Seele. Obwohl der Wald von der Zerstörung durch den Menschen stark bedroht ist, schenkt er uns dennoch seine vielseitige Heilkraft.

Das Kennzeichen des Waldes ist sein abwechslungsreicher und vielfältiger Lebensraum, der zahlreichen Bäumen, Sträuchern, Kräutern, Gräsern, Farnen, Moosen, Flechten, Pilzen und nicht zuletzt den Tieren eine Heimat bietet. Die ersten Bäume entwickelten sich vor rund 360 Millionen Jahren und begleiten seither das Leben auf der Erde. Anfänglich gab es vor allem Bäume, die dem heutigen Ginkgo sehr ähnlich waren, sowie Nadelbäume, die sich als erste Pflanzen über Samen vermehrten, die sogenannten „Nacktsamer“. Laubbäume, die „Bedecktsamer“, sind eine sehr viel spätere und höhere Entwicklungsform. Heute gibt es eine große Anzahl an Bäumen und Sträuchern, aus denen sich unterschiedliche Waldarten zusammensetzen. In Mitteleuropa unterscheidet man reine Nadel- oder Laubwälder, Mischwälder, Auwälder und Bergwälder.

Bäume sind die „Grüne Lunge“ der Erde und bilden die Grundlage allen Lebens. Nur weil sie mithilfe ihres Blattgrüns (Chlorophyll) Kohlendioxid in Sauerstoff umwandeln, wird ein Leben auf der Erde erst möglich.

Mitteleuropa war einst mit großen, zusammenhängenden Waldflächen bedeckt. Der Wald war wilde, ungezähmte Natur, unkultiviertes Land. Freie Wiesen- und Ackerflächen gab es wenig. Der heutige mitteleuropäische Wald ist geprägt von Eichen, Buchen, Fichten und Kiefern. Weitere wichtige Bäume sind Weiden, Pappeln, Birken, Erlen, Lärchen, Eschen, Weißtannen, Linden, Ahorne, Hainbuchen oder Walnussbäume. Zu den verbreiteten Sträuchern gehören Hasel, Holunder, Schlehe oder Weißdorn.

Lange Zeit lebten unsere Vorfahren in und mit dem Wald. Sie nutzten das zum Überleben, was der Wald ihnen bot: Schutz, Nahrung, Futtermittel, Feuerholz und Baumaterial. Bäume, Sträucher und Kräuter waren jedoch nicht nur Nahrung für Mensch und Tier, sondern auch Heilmittel. Baumbestandteile und Kräuter wurden zu Arzneien verarbeitet und Baumenergien zu Heilzwecken eingesetzt.

 

•    Den vollständigen Beitrag können Sie im Septemberheft 2011 lesen.

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