Wir und die Natur sind eins

Wir durchleben herausfordernde Zeiten. Weltweit werden die Menschen aufgefordert, innezuhalten und nachzudenken über das, was gerade passiert. Sehr wertvoll können dabei die Sichtweisen und Erfahrungsfelder indigener Völker sein. Im folgenden Text, der dem empfehlenswerten Buch „Aktivismus heißt Verbindung. Indigene Weisungen zur Heilung der Welt“ entstammt, erinnert uns die Autorin Sherri Mitchell aus der Penawahpskek-Gemeinschaft, die in einem kleinen Reservat auf einer Insel im Penobscot River mitten im US-Staat Maine aufwuchs, an die Lebensphilosophie und das Erbe ihrer Ahnen – eine Aufforderung an uns, eine verbindende und naturorientierte Haltung einzunehmen.

 Unsere Vorfahren verstanden sich selbst als Teil der lebendigen Schöpfung und wussten mit ihr zu kommunizieren. Sie verstanden die Sprache der Erde und der Gewässer. Sie sprachen mit den Pflanzen und den Tieren. Sie nahmen die zarte Stimme der Schöpfung wahr und erkannten die Verbundenheit alles Lebendigen. So lebten sie im Einklang mit den natürlichen Rhythmen, die sie umgaben. Sie wussten, dass ihre Leben untrennbar mit allen Lebewesen und mit der lebendigen Erde selbst verbunden waren. Daher standen die Erzählungen, die unsere Vorfahren webten, in einem harmonischen Gleichgewicht mit den Leben, die sie schufen. Sie verstanden ziemlich gut die Notwendigkeit, die männlichen und weiblichen Energien in einem Gleichgewicht zu halten, sowohl in uns selbst als auch in der Welt, die uns umgibt. Einer der Gründe dafür, dass wir unser Gleichgewicht in der Welt verloren haben, ist, dass wir diese beiden ausgleichenden Energien in zwei verschiedene Formen getrennt haben und sie so von ihrer natürlichen Vereinigung abhalten, die notwendig ist, um unseren Geist und unser Leben zu harmonisieren.

 

• Den vollständigen Beitrag können Sie im Augustheft 2020 lesen.

Kommentare

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld